Graphen mit pgfplots – Grundlagen [Update]

Aus großen Messungen, folgen große Datenmengen

Viele Messwerte erfordern ordentliche Darstellungen. Dafür gibt es viele Tools wie MatLab, Origin, Maple und unzählige andere. Oft können die Tools viel mehr als wir brauchen und benötigen eine beachtliche Einarbeitungszeit um ordentliche Ergebnisse zu liefern. Viel einfacher gehts mit pgfplots. Damit lassen sich Graphen einfach und bequem direkt in LaTeX erstellen.

Was wir dafür brauchen?

\usepackage{pgfplots}

Und schon kann der Spaß beginnen.
pgfplots arbeitet mit TikZ, dementsprechend benötigen wir ein tikzpicture und weil ein Plot ohne Achsen nicht vollständig wäre, werden eben diese auch benötigt.

\begin{tikzpicture}
  \begin{axis
}
  % Graph hier
  \end{axis}
\end{tikzpicture
}

Achsen ohne Beschriftung tragen nicht sehr zum Verständnis bei. Die Label der Achsen können als Argument der Achse mitgegeben werden.

\begin{tikzpicture}
  \begin{axis
}[xlabel=Zeit, ylabel=Weg]
  % Graph hier
  \end{axis}
\end{tikzpicture
}

Nachdem der Rahmen steht, muss er mit Daten gefüllt werden. Dies ist, wie die vorangegangenen Schritte auch, denkbar einfach.

\begin{tikzpicture}
  \begin{axis}[xlabel=Zeit, ylabel=Weg]
 
 \addplot coordinates {
    (10,100)
    (20,200)
    (30,280)
    (40,330)
    (50,360)
    (60,380)
    (70,390)
    (80,400)
    (90,405)
    (100,405)
    };
  \end{axis}
\end{tikzpicture
}

Alles was benötigt wird ist \addplot coordinates{Koordinaten hier} den Rest übernimmt der Compiler. Im Großen und Ganzen ist der Graph damit vollständig. Das letzte fehlende Element ist eine Legende, die die Zuordnung des Plots erlaubt. Dafür wird der Befehl \legend{ } bereitgestellt.

Das vollständige Beispiel sieht anschließend wie folgt aus:

\begin{tikzpicture}
  \begin{axis}[xlabel=Zeit, ylabel=Weg]
 
 \addplot coordinates {
    (10,100)
    (20,200)
    (30,280)
    (40,330)
    (50,360)
    (60,380)
    (70,390)
    (80,400)
    (90,405)
    (100,405)
    };
    \legend{Auto}
  \end{axis}
\end{tikzpicture
}

graph

Bei großen Datenmengen kann diese Methode sehr unübersichtlich werden, deswegen wird sich der nächste Artikel mit der Optimierung des Plottens in LaTeX befassen.

Update

Über Rico Magnucki

Ich studiere naturwissenschaftliche Informatik in Bielefeld. Nebenbei betreibe ich einen kleinen Blog namens icancode.de, der sich hauptsächlich mit LaTeX beschäftigt. Da der Übergang von WYSIWYG Editoren zu LaTeX nicht immer leicht ist, richten sich meine Beiträge hauptsächlich an LaTeX Neulinge. Videos haben mir immer sehr geholfen haben, deshalb versuche ich jeden meiner Artikel mit einem Videotutorial zu untermauern. Die Videos findet ihr hier: YouTube

05. September 2014 von Rico Magnucki
Kategorien: LaTeX | Schlagwörter: | 3 Kommentare

Kommentare (3)


  1. Warning: preg_replace_callback(): Error while studying pattern in /opt/osqa-1.0rc-2/apps/osqa/blog/wp-includes/formatting.php on line 1610

    Too bad for two things. 1. You write in german. and 2. I don’t know german. I miss this blog :( Wish I knew german.

  2. Kleiner Tipp, mit einem modifzierten gnuplot und Lua Terminal läßt sich direkt pgf/tikz kompatibler Code erzeugen. Das ist für große Datenmengen erheblich übersichtlicher.

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