Liebe KollegInnen, Folgende Dokumentklasse:

Open in Online-Editor
\documentclass[11pt,a4paper,titlepage,bibtotoc]{scrreprt}

Welche Schriftart wird hier verwendet?

Beste Grüße,

gefragt 11 Mär '15, 10:02

bayernfan's gravatar image

bayernfan
21613
Akzeptiert: 0%

bearbeitet 11 Mär '15, 10:03

2

Vorausgesetzt es wird kein einziges Paket geladen: Computer Modern. Sobald irgendwelche Pakete geladen werden, kann es auch etwas anderes sein. Deshalb wäre ein vollständiges Minimalbeispiel (wie schon früher nachgefragt) wichtig! Übrigens ist praktisch jeder PDF-Viewer in der Lage, die verwendeten Fonts anzuzeigen. Und dann gibt es auch noch pdffonts.

Option bibtotoc ist außerdem stark veraltet und sollte gemäß der dadurch verursachten Warnung ersetzt werden.

(11 Mär '15, 10:11) saputello

Man kann leicht schauen, welche Schriftarten geladen werden. Die Namen sind nämlich in den Makros \rmdefault, \sfdefault und \ttdefault gespeichert. Im folgenden Beispiel lade ich einmal lmodern (Latin Modern), das alle Schriften ersetzt und danach mathpazo (URW Palladio), was nur die Serifenschrift ersetzt.

Open in Online-Editor
\documentclass{scrreprt}
\usepackage{lmodern}
\usepackage{mathpazo}
\begin{document}
\textrm{Serif: \rmdefault}\par
\textsf{Sans-Serif: \sfdefault}\par
\texttt{Teletype: \ttdefault}
\end{document}

Man erhält

alt text

Hier ist es offensichtlich, welches Kürzel für welche Schriftart steht, da wir genau wissen, dass lmodern und mathpazo geladen werden. Wenn unbekannte Kürzel auftreten hilft in der Regel eine Internetsuche weiter, ansonsten kann man auch den TeX-Baum durchsuchen nach pfb-Dateien, die mit dem Kürzel anfangen. Öffnet man nun einer dieser pfb-Dateien mit dem GNOME Font Viewer, so offenbart dieser den Namen der Schrift. Im Falle von ./2014/texmf-dist/fonts/type1/public/amsfonts/cm/cmr10.pfb sieht das so aus

alt text

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beantwortet 12 Mär '15, 05:31

Henri's gravatar image

Henri
10.0k31730

1

Die Abfrage von \sfdefault, \rmdefault und \ttdefault ist nicht absolut zuverlässig. Unter den dort angegebenen Namen liegt nämlich noch die Abstraktionsebene der fd-Dateien. So kommt es auch, dass für European Computer Modern und Computer Modern dieselben Kürzel ausgegeben werden, obwohl die Fonts keineswegs identisch sind. Es gibt andere Fonts, die ebenfalls einfach über das Encoding ohne Änderung der family-Einstellung aktiviert werden. Die Auskunft des PDF-Viewers bzw. von pdffonts dürfte zuverlässiger und einfacher sein …

(12 Mär '15, 08:40) saputello
1

… und die Auskunft über die geladenen Fonts am Ende der log-Datei ist ebenfalls genauer.

(12 Mär '15, 08:41) saputello

@saputello Dein Kommentar ist sehr richtig und ist auch der beste Weg herauszufinden welche Schriftarten in einem Dokument benutzt werden. Allerdings ist von dort nicht direkt ersichtlich, welche Schriftart für welche Familie (Serif, Sans-Serif, etc.) steht.

(12 Mär '15, 14:32) Henri

Wenn man das wissen will, hilft ein minimales Dokument, das nur Text (bzw. ein Zeichen) in einem Font enthält. \pagestyle{empty} dabei nicht vergessen.

(12 Mär '15, 14:58) saputello
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Frage gestellt: 11 Mär '15, 10:02

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Zuletzt aktualisiert: 12 Mär '15, 14:58