Vor einigen Tagen bin ich von Windows auf Linux Mint 17.3 umgestiegen. Bisher hatte ich unter Windows Texstudio mit MiKTeX genutzt und war soweit auch sehr zufrieden. Über die Semester hat meine Vorlage perfekt für die Bachelorarbeit entwickelt und jetzt stehe ich vor dem Problem, dass ich unter Linux mit Texstudio und TeX Live keine PDF mehr erstellt bekomme. Compiliere ich die Vorlage unter Windows klappt alles auf Anhieb, bei Linux entstehen etwa 624 Fehlermeldungen mit dem gleichen Dokument. Im Prinzip sieht ein kleiner Ausschnitt der Fehler so aus:

Open in Online-Editor
Missing \begin{document}. p
Undefined control sequence \hypersetup
Missing \begin{document}. b
Undefined control sequence \definecolor
Missing \begin{document}. \definecolor{L
Undefined control sequence \hypersetup
\usepackage before \documentclass. \usepackage[figure]{
The font size command \normalsize is not defined: there is probably something wrong with the class file. \include{000_Setup/pdf-setup}
\captionformat undefined. \renewcommand*{\captionformat}
Undefined control sequence \addtokomafont

Kurzer Nachtrag: die Main.tex ist so aufgebaut:

Open in Online-Editor
\begin{document}

\include{001_Titel/titleM}

\include{001_Titel/-pagestyle-pre}

\include{006_Zusammenfassung/Zusammenfassung}

\include{001_Titel/erklaerung}

\include{005_Richtlinie/Vorwort}

%-----------

\include{001_Titel/Inhalt_Listen}

\include{001_Titel/nomenklatur}

%-----------

\include{001_Titel/-pagestyle-main}

%-----------

\include{002_Kapitel/Kapitel1/Kapitel1}

...

\include{002_Kapitel/Kapitel13/Kapitel13}

%-----------

\input{Listen/literatur1fach}

\printindex

\newpage

\appendix

\include{Anhang/anhang1}

\end{document}

gefragt 13 Apr, 05:43

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Regret
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Henri
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Könntest Du bitte ein Minimalbeispiel einfügen? Also ein möglichst kurzes, aber komplettes Dokument, von \documentclass{...} bis zu \end{document}, was das Problem zeigt. Das vereinfacht die Bearbeitung erheblich und ist meist eine Garantie für eine Lösung.

(13 Apr, 05:58) saputello

Ohne Minimalbeispiel kann ich nur vermuten, dass Du Dein Dokument eben nicht vollständig übertragen hast und deshalb diverse Pakete nicht geladen werden. Bitte beachte auch, dass die meisten Dateisysteme unter Linux im Unterschied zu Windows case-sensitiv sind. Groß-Klein-Schreibung spielt bei Dateinamen und Verzeichnissen also eine richtige Rolle! Falls das \include{000_Setup/pdf-setup} in der Dokumentpräambel stehen sollte, wäre es übrigens falsch. In der Präambel verwendet man niemals \include, sondern allenfalls \input.

(13 Apr, 06:01) saputello

Ich bereite heute Abend mal ein Minimalbeispiel vor sobald ich Zuhause bin, wobei ich nicht sicher bin wie ich das mache weil es ein riesiges Dokument ist und der Fehler im Endeffekt überall sein könnte. Generell hab ich das Dokument jeweils auf der externen Festplatte geöffnet und nichts daran geändert. Das include kommt aus der ursprünglichen Vorlage der Hochschule mit der ich mal angefangen hab. Es kommt oft in der Main.tex vor und implementiert alle Einstellungen, Kapitel und eigentlich alles, da die Vorlage so aufgebaut ist das sie eben in viele "Teil.tex" Dateien aufgeteilt wurde. Das mit der Groß-/Kleinschreibung ist eigentlich ein guter Punkt wobei ich das eigentlich schon unter Windows beachtet haben sollte. Ich werd das heute Abend ebenfalls prüfen und ggf. nochmal mein Feedback geben.

(13 Apr, 06:15) Regret

Ich habe Deine "Antwort" in einen Kommentar umgewandelt. Du kannst gern stets direkt die Frage editieren und Zusätze einfügen. Hier sind Antworten stets "echte" Antworten, keine Gespräche oder Rückfragen oder Zusatzinfos, sondern Lösungen. Editieren der Frage ist jederzeit möglich und erwünscht. Das verbessert die Übersicht erheblich für die Archivierung der Lösungen. Ungewohnt und anders als in Webforen, doch innovativ und nutzbarer. Bemerkungen gern wie hier als Kommentare.

(13 Apr, 06:25) saputello
1

Wie man ein Minimalbeispiel (ggf. auch aus einem riesigen Dokument) erzeugt, findest Du unter dem mehrfach von mir angegebenen Link.

Falls die Vorlage wirklich \include in der Dokumentpräambel verwendet, dann ist sie keinen Pfifferling wert. Leider schützt die Verwendung einer Vorlage von einer Hochschule in keiner Weise vor gravierenden Fehlern. Leider ist sogar häufig das Gegenteil der Fall.

(13 Apr, 06:28) saputello

Okay schonmal vielen Dank,

vielleicht nutz ich auch die Gelegenheit um von der Hochschulvorlage auf eine andere zu wechseln. Ich werd mich heute Abend wieder melden. Ich hab oben mal den Aufbau der main.tex hinzugefügt.

Wenn ich nach http://www.golatex.de/wiki/include gehe hab ich mit input ja im Endeffekt den gleichen Effekt nur ohne Seitenvorschub oder? Da ich ja aber in einer Bachelorarbeit beispielsweise jedes Kapitel so haben möchte, dass es auf einer eigenen Seite beginnt, wäre das doch passend oder verstehe ich das falsch?

(13 Apr, 06:42) Regret

Die Dokumentpräambel ist der Teil vor \begin{document}. Wie ich mehrfach betont habe, ist \include in der Dokumentpräambel Unfug. Nach \begin{document} kann man \include hingegen verwenden. Sinnvoll ist es aber nur, wenn man auch beabsichtigt \includeonly zu verwenden oder zumindest nicht vorhandene Dateien ohne Fehlermeldung ignoriert werden sollen. Außerdem ist nur sinnvoll, wenn in den Dateien wirklich mit \chapter gearbeitet wird. Viel mehr können wir mit der Datei aber nicht anfangen. Da fehlt zu vieles. Siehe den mehrfach erwähnten Link zum Thema Minimalbeispiel.

(13 Apr, 10:08) saputello

Es ist nicht wichtig, wieviele Fehler es gibt. Der erste ist entscheidend. Der scheint in der Präambel zu sein, also ist auch nur die relevant. Höchstwahrscheinlich ist der Grund unterschiedliche Paketversionen. Also vergleiche mal die log-Dateien. Schau dort auch nach, was latex beim ersten Fehler eigentlich gerade bearbeitet.

(13 Apr, 11:27) Ulrike Fischer

Ich hab jetzt nochmal mit dem Assistent von TexStudio ein ganz neues Dokument erstellt und viel ausprobiert. Ich glaube ich verabschiede mich von der bisherigen Vorlage und erstelle mir Schritt für Schritt meine eigene. Das hilft mir dann vielleicht eine saubere Grundlage zu haben, mit Inhalten die ich auch selbst verstehe. Ich hab testweise mal eine Vorlage aus dem Internet probiert und die hat auf Anhieb bis auf ein kleines Problem funktioniert, daher denke ich das ich damit besser fahre als jetzt in einer suboptimalen Vorlage viel Zeit zu investieren oder was meint ihr? Liebe Grüße

(13 Apr, 12:52) Regret
1

Ich habe ja oben schon einen Link zum Thema Vorlage angegeben. Darin ist dann wiederum der Link zu »Minimale Vorlage vs. maximale Probleme« enthalten. Darunter findet man nicht einfach nur eine Kritik an Vorlagen, sondern auch eine minimale Vorlage und Erklärungen zu häufig benötigten Erweiterungen derselben. Auf den dortigen Seiten, gibt es auch eine Kritik zu einem eher mäßigen YouTube-Tutorium. Generell würde ich auch eine ausführliche LaTeX-Einführung empfehlen.

(13 Apr, 13:48) saputello
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Frage gestellt: 13 Apr, 05:43

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