Hallo, ich muss für eine Masterarbeit ein geteiltes Literaturverzeichnis erstellen, eines für Internetquellen und eines für Bücher. Bei der Übersetzung des Dokuments werden zwar beide Verzeichnisse angezeigt, aber keine Änderungen oder neuen Einträge im Internetquellenverzeichnis übernommen. Die Bücherliste funktioniert bzw. aktualisiert sich. Bitte helft mir, ich bin schon am verzweifeln.

Öffne in Overleaf
\documentclass[a4paper,12pt,headsepline,chapterprefix,appendixprefix,numbers=noenddot,oneside,parskip=half*,bibliography=totoc,DIV15,BCOR10mm]{scrbook}

\usepackage[utf8]{inputenc}
\usepackage{setspace}
\usepackage{setspace}
\usepackage[pdftex]{hyperref}
\usepackage[pdftex]{graphicx}
\graphicspath{{Images/}}
\usepackage{breakcites}
\usepackage[square]{natbib}
\usepackage{url}
\usepackage{remreset}
\usepackage[german]{babel}
\usepackage{multibib}
 \newcites{www}{Internetquellen}

\begin{document}

  \bibliographystyle{apalike-de}
  \bibliography{myBibliography}
  \bibliographystylewww{apalike-de}
  \bibliographywww{myBibliography}

\end{document}

Hier ein Beispiel aus meiner bib-Datei.

Im Text habe ich Internetquellen mit citewww{EPHA2010} (wenn ich citep{} oder cite{} für Internetquellen nutze, dann erscheinen sie im Bücherverzeichnis)


@MISC{EPHA2010,
author = {{EPHA}},
title = {{European Public Health Alliance -- Briefing On eHealth}},
howpublished = {{URL: url{http://www.epha.org/}}}, year = {2010},
note = {abgerufen am 12.8.2010},
owner = {bbrgg},
timestamp = {2017.12.04} }


Bücher mit citep{Buch1}:


@BOOK{Buch1,
title = {Titel des Buchs},
publisher = {namepublisher},
year = {2000},
author = {nameauthor},
owner = {bbrgg},
timestamp = {2017.12.04} }


Der Inhalt der .blg Datei:


This is BibTeX, Version 0.99d (TeX Live 2011)
Capacity: max_strings=35307, hash_size=35307, hash_prime=30011
The top-level auxiliary file: myBibliography.aux
I found no citation commands---while reading file myBibliography.aux
I found no bibdata command---while reading file myBibliography.aux
I found no bibstyle command---while reading file myBibliography.aux
You've used 0 entries,
0 wiz_defined-function locations,
83 strings with 502 characters,
and the built_in function-call counts, 0 in all, are:
= -- 0
> -- 0
< -- 0
+ -- 0
- -- 0
* -- 0
:= -- 0
add.period$ -- 0
call.type$ -- 0
change.case$ -- 0
chr.to.int$ -- 0
cite$ -- 0
duplicate$ -- 0
empty$ -- 0
format.name$ -- 0
if$ -- 0
int.to.chr$ -- 0
int.to.str$ -- 0
missing$ -- 0
newline$ -- 0
num.names$ -- 0
pop$ -- 0
reamble$ -- 0
purify$ -- 0
quote$ -- 0
skip$ -- 0
stack$ -- 0
substring$ -- 0
swap$ -- 0
text.length$ -- 0
text.prefix$ -- 0
top$ -- 0
type$ -- 0
warning$ -- 0
while$ -- 0
width$ -- 0
write$ -- 0
(There were 3 error messages)

gefragt 04 Dez, 04:44

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Smile
1
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bearbeitet 05 Dez, 03:12

1

Willkommen auf TeXwelt! Ich habe mal eben die Formatierung Deines Beitrags korrigiert. Formatierungsinfos bekommst Du auch, wenn Du auf das große Fragezeichen rechts über dem Eingabefeld für Fragen oder Antworten klickst.

(04 Dez, 05:17) saputello
1

Im Beispiel wird nichts zitiert. Wenn nichts zitiert wird, dann wird auch nichts im Verzeichnis ausgegeben (außer man verwendet \nocite). Außerdem fehlt für ein vollständiges Minimalbeispiel eine minimal bib-Datei. Wie man das macht, damit es auch mit dem Overleaf-Link funktioniert, findest Du unter dem Link im vorherigen Satz. Desweiteren brauchen wird ggf. die Log-Dateien der beiden bibtex-Läufe (die haben normalerweise die Endung .blg!).

(04 Dez, 05:21) saputello
1

Off-Topic: Du solltest Pakete grundsätzlich nur einmal laden. Das ist übersichtlicher und weniger fehleranfällig. Außerdem solltest Du Option pdftex bei allen Paketen weg lassen. Die können das selbst. Und bei den Optionen DIV und BCOR fehlt ein =. Du solltest auch eine entsprechende Warnung bekommen. Achte besser auf solche Dinge.

Außerdem würde ich generell die Verwendung von biblatex und biber empfehlen. Damit sind auch geteilte Verzeichnisse sehr einfach.

(04 Dez, 05:23) saputello

Wie bereits gesagt: Ohne \cite oder \nocite o. ä. gibt es auch kein Literaturverzeichnis. Und bitte achte auch halbwegs korrekte Formatierung (siehe erster Kommentar). So ist das eine Zumutung und ich habe wirklich keine Lust, ständig die Beiträge von anderen zu formatieren (schon gar nicht, wenn Dinge wieder kaputt gemacht werden, die ich bereits korrigiert hatte). (Ich sollte vermutlich für heute besser Schluss machen).

(04 Dez, 10:38) saputello

Bitte markiere alle Dateien genau wie den LaTeX-Quellcode ordentlich als Blockcode. Das geht einfach durch selektieren und dann entweder Klick auf das Code-Symbol in der Toolbar oder Drücken von Strg-k. Bitte markiere Inline-Code ordentlich mit Backticks: `\cite`. Siehe dazu die von saputello bereits im ersten Kommentar erwähnte Hilfe oder die deutsche Mardown-Anleitung (Achtung: Nicht den HTML-Code, sondern die Markdown-Formatierung verwenden! Der HTML-Code ist nur die Erklärung des Ergebnisses.)

(05 Dez, 04:31) Ijon Tichy
Ergebnis 5 von 6 Alle anzeigen

Die Ausgabe:

The top-level auxiliary file: myBibliography.aux

in der .blg-Datei lässt darauf schließen, dass du bibtex myBibliographyx.aux aufgerufen hast. Da du im Beispiel allerdings mit \newcites{www}{Internetquellen} eine Datei www.aux generierst. Musst du natürlich auch bibtex www.aux aufrufen. Allerdings wirst du mit Deinem Beispiel dann trotzdem die Fehlermeldung:

I found no \citation commands---while reading file www.aux

erhalten. Ebenso bleiben die „Internetquellen” leer.

Da ich apalike-de.bst nicht habe und es auch nicht auf CTAN finde, werde ich im folgenden übrigens apalike.bst verwenden. Grundsätzlich kann aber natürlich jeder natbib-kompatible Stil verwendet werden.

Wie saputello in seinem Kommentar bereits erklärt hat, gibt es nur ein Verzeichnis, wenn auch etwas zitiert wird. Entferne ich fast alles überflüssige aus deinem Beispiel und vervollständige ich es gleichzeitig entsprechend der Minimalbeispiel-Anleitung, die du unbedingt einmal gründlich durchlesen solltest, so erhalte ich mit:

Öffne in Overleaf
% Dies ist Datei `test-multibib.tex'.
% Als erstes erzeugen wir die beiden bib-Dateien.
% Das geschieht hier zur Vereinfachung der Anwendung des Minimabeispiels.
% Im echten Leben verwendet man natürlich eigene Dateien.
\begin{filecontents*}{\jobname.bib}
@BOOK{Buch1,
  title = {Titel des Buchs},
  publisher = {namepublisher},
  year = {2000},
  author = {nameauthor},
  owner = {bbrgg},
  timestamp = {2017.12.04}
}
\end{filecontents*}
\begin{filecontents*}{test-www.bib}
@MISC{EPHA2010,
  author = {{EPHA}},
  title = {{European Public Health Alliance -- Briefing On eHealth}},
  howpublished = {{URL: url{http://www.epha.org/}}},
  year = {2010},
  note = {abgerufen am 12.8.2010},
  owner = {bbrgg},
  timestamp = {2017.12.04}
}
\end{filecontents*}
% Dann folgt das eigentliche Beispiel.
% Diverse überflüssige Pakete habe ich entfernt.
\documentclass[12pt,headsepline,chapterprefix,appendixprefix,numbers=noenddot,oneside,parskip=half*,bibliography=totoc,
  DIV=15,% Korrigiert (siehe Warnung ohne die Korrektur)
  BCOR=10mm % Korrigiert (siehe Warnung ohne die Korrektur)
]{scrbook}

\usepackage[utf8]{inputenc}
\usepackage[square]{natbib}
\usepackage[german]{babel}
\usepackage{multibib}
\newcites{www}{Internetquellen}% Bestimmt auch den Namen der 2. aux-Datei: `www.aux'.

\begin{document}

\cite{Buch1}, \citewww{EPHA2010}% Ohne Verweis kein Verzeichnis.

\bibliographystyle{apalike}
\bibliography{\jobname}% \jobname ist im Beispiel test-multibib
\bibliographystylewww{apalike}
\bibliographywww{test-www}

\end{document}

und den Aufrufen:

  1. pdflatex test-multibib.tex
  2. bibtex test-multibib.aux
  3. bibtex www.aux
  4. pdflatex test-multibib.tex
  5. pdflatex test-multibib.tex

als Ergebnis:

beide Verzeichnisse

Die beim ersten pdflatex test-multibib.tex erzeugte test-multibib.aux sieht übrigens so aus:

Öffne in Overleaf
\relax 
\providecommand*\new@tpo@label[2]{}
\catcode `"\active 
\citation{Buch1}
\bibstyle{apalike}
\bibdata{test-multibib}
\select@language{german}
\@writefile{toc}{\select@language{german}}
\@writefile{lof}{\select@language{german}}
\@writefile{lot}{\select@language{german}}

www.aux dagegen so:

Öffne in Overleaf
\citation{EPHA2010}
\bibstyle{apalike}
\bibdata{test-www}

Die \citiation-Anweisungen stammen dabei von den Befehlen \cite bzw. \citewww und verraten bibtex welche Literaturverweise vorhanden sind und ins entsprechende Verzeichnis aufgenommen werden sollen. Die \bibstyle-Befehle sagen bibtex welche .bst-Datei verwendet werden soll. Die \bibdata-Befehle schließlich informieren bibtex über die zu verwendende .bib-Datei.

Anzumerken bleibt noch:

  • Bei den Optionen DIV und BCOR hat ein = vor dem Wert zu stehen. Siehe dazu die KOMA-Script-Anleitung. Dies wurde bereits von saputello in einem Kommentar vermerkt.
  • Option a4paper ist bei KOMA-Script Voreinstellung und kann daher entfallen. Siehe ebenfalls die KOMA-Script-Anleitung.
  • Pakete können zwar mehrfach geladen werden, dies ist jedoch eine häufige Ursache von Problemen im Falle von Änderungen. Es erschwert die Wartung und sollte daher unterbleiben. Für ein echtes Minimalbeispiel ist setspace insgesamt überflüssig.
  • Die Option pdftex sollte man bei hyperref und graphicx eher weglassen. Beide Pakete können pdftex selbst erkennen, aber eben auch luatex oder xetex und verhalten sich dann automatisch richtig. Die Option stört daher eher.
  • Paket url nach hyperref zusätzlich zu laden ist überflüssig, das hyperref das Paket bereits lädt und einige Anweisungen des Pakets ändert.
  • Paket breakcites vor natbib zu laden ist nutzlos, da natbib dieselbe Anweisung, die breakcites umdefiniert, ebenfalls umdefiniert. Es nach natbib zu laden wäre sogar ein Fehler.
  • Statt sich umständlich mit multibib herum zu schlagen, wäre die Verwendung von biblatex und biber zu empfehlen, wie das in „Wichtige Hinweise: Erstellung von Literaturverzeichnissen“ gezeigt wird. Damit spart man sich das fehleranfällige Arbeiten mit mehreren .aux-Dateien. Ebenso entfällt dann das Laden von breakcites, natbib und eben multibib. Mit biblatex stehen auch für alle Literaturverzeichnisse einheitliche Befehle bereit.
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beantwortet 05 Dez, 04:27

Ijon%20Tichy's gravatar image

Ijon Tichy
5.9k1919

bearbeitet 05 Dez, 09:04

Danke für deine ausführliche Antwort! Leider kenne ich mit Latex überhaupt nicht gut aus und die Latex Datei wurde uns von der Uni zur Verfügung gestellt (die ich leider nutzen muss und nicht selbst geschrieben habe). Ich verstehe was in deinem Beispiel passiert, nur ein blöde Frage: wie kann ich die Datei test-multibib.aux aufrufen bzw erzeugen? Die Datei test-multibib.aux wird bei mir nicht erzeugt.

(05 Dez, 06:16) Smile

@Smile Wenn Du meine Beispieldatei wie angegeben test-multibib.tex nennst, dann wird test-multibib.aux bereits beim ersten pdflatex test-multibib.tex erzeugt (und bei jedem weiteren pdflatex-Lauf erneut). Dass diese Datei nicht erzeugt wird, kann gar nicht sein bzw. nur, wenn pdflatex bereits vor \begin{document} abbricht. Das sollte mit dem gezeigten Beispiel, das ich natürlich getestet habe, nicht passieren. Und bitte man den Verantwortlichen auf die Mängel in der Vorlage aufmerksam. Sonst wird sich nämlich zum Schaden vieler eher nichts ändern.

(05 Dez, 08:48) Ijon Tichy
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Frage gestellt: 04 Dez, 04:44

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Zuletzt aktualisiert: 07 Dez, 13:07