Hallo,

bisher hat in meinem Dokument die Darstellung von Umlauten problemlos funktioniert. Nun habe ich ein neues Kapitel angefangen und in diesem und allen folgenden werden die Umlaute durch einen Satz falscher Zeichen dargestellt. Hier ein paar Codeschnipsel:

Open in writeLaTeX
...
\usepackage[ansinew]{inputenc}
...
% KAPITEL
\pagestyle{headings}
...
\include{Aufbau}

\include{PFESi}
...

Bis einschließlich Kapitel "Aufbau" ist alles ok. Ab "PFESi" und ff tritt der Fehler auf. Am Ende von Kap. Aufbau und Anfang von PFESi stehen keine Befehle, es hört mit Text auf und geht mit Text weiter.

Woher könnte der Fehler stammen?

gefragt 21 Jun '13, 11:44

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Pepe
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bearbeitet 26 Jan '15, 01:32

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saputello
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da das theoretisch nicht möglich ist, wenn du keine Schrift- oder Kodierungsumschaltung vornimmst, musst du wohl ein komplettes Beispiel liefern, wobei PFESi ja nur einen Umlaut enthalten muss.

(21 Jun '13, 11:56) Herbert

Denkbar wäre, dass PFESi.tex in einer anderen Zeichencodierung vorliegt als die anderen Dateien, beispielsweise wenn Du sie zuerst auf einem MAC oder Linux-PC erstellt hast und dann auf Windows weiterverwendest. Workaround dann: mach sie nochmal neu in Windows und übertrage den Text mit Kopieren&Einfügen. Gibt natürlich auch Konverter.

(21 Jun '13, 12:05) stefan ♦♦

Du hast vermutlich das Dokument ursprünglich mit einem Editor erstellt, der Dateien in der Windows-Codierung cp1251 aka ansinew speichert. Die neuen Dateien wurden entweder mit einem anderen Editor, der in der Voreinstellung eine andere Codierung verwendet, erstellt, oder aber die Einstellungen des Editors wurden so geändert, dass er die neuen Dateien nun in einer anderen Codierung gespeichert hat. Beispielsweise konnte TeXnicCenter 1 Dateien nur mit der Codierung ansinew verarbeiten und speichern, während moderne Editoren wie TeXStudio, Texmaker oder TeXnicCenter 2 in der Voreinstellung immer mit utf8 arbeiten.

Zur Lösung Deines Problems hast Du verschiedene Möglichkeiten:

  1. Umkodieren der alten Dateien: Dazu legst Du zunächst eine Kopie des gesamten Verzeichnisses an, weil beim Umkodieren auch Fehler geschehen können, die nur mühsam wieder zu beheben sind. Dann öffnest Du die alte Datei im neuen Editor, suchst in den Editoreinstellungen die Einstellung für die (Eingabe- oder Zeichen-)Codierung und änderst diese in "utf8" oder "Unicode (UTF-8)" und speicherst die Datei anschließend. Außerdem änderst Du noch die Option utf8 beim Laden von inputenc:

    Open in writeLaTeX
    \usepackage[utf8]{inputenc}
    
  • Umkodieren der neuen Dateien: Dazu legst Du zunächst eine Kopie des gesamten Verzeichnisses an, weil beim Umkodieren auch Fehler geschehen können, die nur mühsam wieder zu beheben sind. Dann öffnest Du eine der neuen Dateien, suchst in den Editoreinstellungen die Einstellung für die (Eingabe- oder Zeichen-)Codierung und änderst diese in "ansinew" oder "Windows irgendwas", ersatzweise "ISO-Latin-1" oder "ISO-8859-1" und speicherst die Datei anschließend.

  • Ohne Umkodierung mit Dateien in gemischter Codierung arbeiten: Dazu legst Du zunächst eine Kopie des gesamten Verzeichnisses an, weil Du Dateien in unterschiedlicher Codierung editieren musst, und niemand so genau weiß, ob diese dabei korrekt gespeichert werden. Dann fügst Du nach dem Laden von inputenc noch das Paket selinput ein:

    Open in writeLaTeX
    \usepackage{selinput}
    
  • Am Anfang der ersten Datei mit den fehlerhaften Umlauten fügst Du dann die folgende Anweisung ein:

    Open in writeLaTeX
    \SelectInputMappings{
      adieresis={ä},
      germandbls={ß},
    }
    

    Dabei ersetzt Du das ä und das ß jeweils durch eine Kopie des entsprechenden Zeichens aus der Datei selbst. Außerdem, sollte auch in diesem Fall mit inputenc zunächst die Codierung utf8 geladen und bestenfalls danach mit \inputencoding{ansinew} oder eben \SelectInputMappings auf eine andere Codierung umgeschaltet werden, falls irgendwo im Dokument mit utf8 gearbeitet wird. Das verkompliziert das gesamte Vorgehen also eher.

    Ich empfehle die erste Möglichkeit, da Du mit dem Umkodieren in utf8 auch für die Zukunft gerüstet bist. Die dritte Möglichkeit ist eher eine theoretische Möglichkeit. Empfehlen kann ich sie nicht wirklich, da es hier zu Folgeproblemen kommen kann.

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    beantwortet 21 Jun '13, 12:20

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    saputello
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    bearbeitet 15 Jul '14, 07:23

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    Ijon Tichy
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    in der Regel geht diese Möglichkeit nicht, da es dann einen Fehler gibt, wenn Umlaute mit einem Mal in einer anderen Kodierung erscheinen. Mindestens treten komische Zeichen auf.

    (21 Jun '13, 15:57) Herbert

    @Herbert: Welche der drei Möglichkeiten ist für Dich "diese Möglichkeit"? Falls Du die dritte Möglichkeit meinst: Die gibt tatsächlich Probleme, wenn die später geladenen Dateien utf8-codiert sind, die Hauptdatei jedoch ansinew oder latin1 oder eine andere 8-bit-Codierung verwendet. Umgekehrt, wenn also die späteren Dateien beispielsweise in latin1 sind und die Hauptdatei zunächst utf8 einstellt, funktioniert es meinen Tests zufolge. Sogar das Inhaltsverzeichnis erscheint dann korrekt.

    (23 Jun '13, 13:34) saputello

    Ich habe jetzt Variante 2 gewählt, das war weniger Arbeit als 1. Die Umlaute musste ich dann von Hand in den "falschen" Dokumenten ersetzen. Jetzt klappt es aber. Danke!

    (24 Jun '13, 07:39) Pepe

    Sorry, ich glaube, ich habe die Formatierung beschädigt. In der Vorschau des Editors wird alles korrekt angezeigt, aber nach dem Abschicken stimmt die Liste einfach nicht. Ich habe verschiedenes ausprobiert, um das wieder zu korrigieren, aber nichts hat funktioniert …

    (15 Jul '14, 07:21) Ijon Tichy
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    Zuletzt aktualisiert: 26 Jan '15, 01:32