Hallo :)

Erst einmal vorweg: ich bin nicht so gut mit Computern :) ... aber ich habe mir dieses Video angesehen: YouTube. Dort sieht man (Minute 4:16), wie er eine Emailvorlage (HTML) nutzt. Da dachte ich mir, ob dies nicht auch mit LaTeX ginge? Nicht so wie er das tut, sondern generell. Könnte man so eine Emailvorlage, wie es im Beitrag verwendet wird, auch mit LaTeX erstellen? Und wenn ja, wie?

Viele liebe Grüße, Basilius

PS! Ich nutze Thunderbird - wäre also toll wenn es so etwas für Thunderbird gäbe. Bis jetzt fand ich allerdings "nur" eine LaTeX Gleichungsdarsteller dafür. Wahrscheinlich geht es nicht, aber ich wollte mal euch schlaue Menschen mal fragen, ob so etwas ginge :)

gefragt 23 Okt '14, 18:28

Basilius%20Sapientia's gravatar image

Basilius Sap...
47011136
Akzeptiert: 65%

Ich hätte jetzt pauschal gedacht: E-Mails "Nur Text!", schöne Dokumente eher als PDF anhängen, da nicht sichergestellt ist, daß die Ziermittel auch vom Empfänger-E-Mailkonto respektiert werden. Aber vll. gibt es ja Möglichkeiten.

(23 Okt '14, 21:07) cis
1

E-Mail ist als Minimalkonzept gedacht, damit sowenig Daten wie möglich und soviel Daten wie nötig übertragen werden. Netzlast kostet Geld, Strom und Ressourcen. Mit LaTeX gestaltete E-Mails sind pure Netzlast-Verschwendung. Man kann bestenfalls den Quelltext versenden, den der Empfänger auf seinem System kompilieren kann.

(23 Okt '14, 21:48) ctansearch
1

Ich mag HTML-E-Mails gar nicht. Ich möchte eigentlich, dass E-Mails in dem Font und mit der Fontgröße angezeigt werden, die ich am jeweiligen Rechner gut lesen kann. Das ist bei HTML-E-Mails schon einmal meist nicht gegeben. Auch den ganzen restlichen HTML-Kram brauche ich in E-Mails definitiv nicht! Am Smartphone sind HTML-E-Mails ganz besonders bescheiden. Die landen deshalb auch alle erst einmal in meinem Spam-Ordner. Bitte verschickt E-Mail-Text als Text. Wenn es aber trotzdem unbedingt sein muss: TeX4ht, latex2html, pandoc etc..

(24 Okt '14, 03:30) Ijon Tichy
1

Gute und berechtigte Frage! Die Kommentare, email auf Text für Plattform-Unabhängigkeit und Leser-Selbstbestimmung zu reduzieren, treffen auf unbekannte Empfänger zu. Wenn man an jemanden schreibt, von dem man weiß, dass dessen Postfach und Reader das leistet und er das mag, spricht nichts dagegen. Meine Bewerbung verschicke ich auch als PDF-Anhang mit Begleittext. Wenn (willkürlich) 90% der Netzlast von Videostreaming kommen (Youtube, Netflix, Amazon, ob TV-Serien oder Prnos :-o ) habe ich keine Skrupel, für emails und schön gestaltete Schreiben PDFs als Anhang durchs Netz zu senden.

(24 Okt '14, 05:02) Felix

Ich denke nur, Mailreader sind noch nicht soweit. Während viele HTML anzeigen, weil das mit Web-Mailreadern im Browser begann und sich etabliert hat, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Mailsoftware dereinst auch PDF "inline" anzeigen wird. Technisch sind HTML-Mails auch nur Anhänge mit Kopie des Texts als Textversion. Also damit das geht, sind noch mehr Anwender wie Du nötig, die das Feature erfragen - also für verbreitetes PDF - den Rest kriegen wir mit LaTeX hin. ;-)

(24 Okt '14, 05:06) Felix

Das ökonomische Argument überzeugt mich am meisten: Stell Dir vor jeder sendet solche prunkvollen Mail, wohlmöglich braucht man dann ein paar Kernkraftwerke mehr. Bei HTML-Mails sollte man bedenken, viele Empfänger stellen ihr Mailprogramm bereits auf 'Nur Text' ein, d.h. sämtliche Layout-Mühen sind im allgm. vergebens. Wer also ganz sicher gehen will, muß eh eine PDF anhängen.

(24 Okt '14, 09:16) cis

Hier wird ja nach einer technischen Möglichkeit gefragt. Kommentare zur Praxis und Ökonomie sind ok und zeigen Mitdenken, prima! @Basilius ich kann mir keinen direkten Weg vorstellen, außer man lässt es durch tex4ht (o.a.) laufen, was auch HTML als Transportformat gibt. Möglicherweise bleibt die Frage dann ohne Lösung und Antwort diesmal.

(24 Okt '14, 09:47) stefan ♦♦
Ergebnis 5 von 7 Alle anzeigen

Das einfachste wäre , seinen Empfängern den Quelltext, also die .tex Datei zuzusenden, die sie dann selbst kompilieren. Sicher ist diese Methode allerdings nicht, da es möglich ist, im Quellcode Betriebssystembefehle unterzubringen. Diese Lösung würde also nur für vertrauenswürdige Absender gelten und wäre bei unbekannten Absendern ein offenes Tor für Virenschleudern und Spammer.

Eine weitere Methode wäre, zwischen Absender und Empfänger Code-Vorlagen auszutauschen, also auf der Empfängerseite eine Codegerüst bereitzustellen, das die zugesandten Inhalte einliest und kompilierbar macht. Das wäre die Lösung mit der geringsten Netzlast. Da könnte man auch einige Sicherheitsmaßnahmen einbauen. Dazu müßte man die Vorlagen bereithalten den zugesandten Code entsprechend abspeichern oder per Copy&Paste in die Vorlage einfügen.

Beispiel.

Dies in die Klasse einfügen, oder zum Ausprobieren, in die Präambel des Bsp. unten

Open in writeLaTeX
\RequirePackage{hyperref}
\newenvironment{received}[6]
{%
\parindent=0pt
\def\mailfrom{Von:\href{mailto:#1}{#1}\vskip0.5\baselineskip}%
\def\maildate{#2 \vskip0.5\baselineskip}%
\def\mailat{An:\href{mailto:#3}{#3}\vskip2\baselineskip}%
\subsection{#1 to  #3 #2}\vskip2\baselineskip\hrule\hrule\vskip2\baselineskip
\def\mailtext{\vskip1\baselineskip #4 \vskip1\baselineskip}%
\def\mailend{\vskip1\baselineskip #5  \vskip1\baselineskip}%
\def\mailsender{#6\vskip1\baselineskip}%
\mailfrom %
\maildate%
\mailat%
\mailtext%
\mailend%
\mailsender%
}
{\hrule\hrule\vskip2\baselineskip }
\newenvironment{replied}[6]{%
\parindent=0pt
\hrule
\def\mailfrom{Von:\href{mailto:#1}{#1}\vskip0.5\baselineskip}%
\def\maildate{#2 \vskip0.5\baselineskip}%
\def\mailat{An:\href{mailto:#3}{#3}\vskip2\baselineskip}%
\subsection{#1 to #3 #2}\vskip2\baselineskip
\def\mailtext{\vskip1\baselineskip #4 \vskip1\baselineskip}%
\def\mailend{\vskip1\baselineskip #5 \vskip1\baselineskip}%
\def\mailsender{#6\vskip1\baselineskip}%
\mailfrom
\maildate%
\mailat%
\mailtext%
\mailend%
\mailsender%
}%
%
{\hrule\hrule\vskip2\baselineskip }%
\AtBeginDocument{\tableofcontents}%

Ab hier Vorlage

Open in writeLaTeX
\documentclass[a4paper]{article}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[utf8]{inputenc}

\begin{document}
\section{mymail yourmail}

\begin{received}%
%Es werden jeweils nur die eingeklammerten Parameter eingefügt
{your@email.com}
{26.10.2014 14:30 }
{my@email.com}
{Ich weiß ja, daß es bald Weihnachten ist, aber die Geschenke, die habe ich
  noch nicht gekauft.}
{Viele Grüße}
{Deine Maria}
\end{received}

\begin{replied}
%Es werden jeweils nur die eingeklammerten Parameter versendet
{my@email.com}
{26.10.2014 15:10}
{your@email.com}
{Es ist ja noch soviel Zeit. Bin gerade auf Zimmersuche.}
{Viele Grüße}
{Dein Josef}
\end{replied}
\end{document}
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beantwortet 24 Okt '14, 16:34

ctansearch's gravatar image

ctansearch
(inaktiv)

bearbeitet 26 Okt '14, 11:43

Vielen Dank für die netten Antworten. Um eure Antworten mal zusammenzufassen, beantworte ich einfach meine eigene Frage ;)

Generell sollte man es lassen, weil es eine Netzlastverschwendung ist, solche Mails öfters im Junkmail landen und weil die Email vollkommen verschieden aussehen könnte - je nach Mailanbieter. Allerdings wäre es möglich, indem man LaTeX in HTML umwandelt

Was ihr mir empfohlen habt ist, daß ich einfach eine normale Mail schicke - für alles andere einen PDF Anhang. Nochmals vielen Dank für die netten Antworten!!

Permanenter link

beantwortet 24 Okt '14, 16:19

Basilius%20Sapientia's gravatar image

Basilius Sap...
47011136

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  • grundlegende HTML-Tags werden ebenfalls unterstützt

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Frage gestellt: 23 Okt '14, 18:28

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