Ich möchte LaTeX auf meinem Rechner installieren, weiß aber nicht wie das geht.

  • Wo erhalte ich LaTeX zum Download?

  • Wie installiere ich es unter verschiedenen Betriebssystemen?


Quicklinks zu den Antworten:

gefragt 16 Jan '15, 16:30

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Henri
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Akzeptiert: 85%

bearbeitet 05 Aug, 08:31

Es wäre gut wenn eine Antwort die Installationsquellen (TUG, Dante, etc.) zusammenfasst, eine für TeXlive mit GNU/Linux (Vanilla und Paket-Manager), eine für MacTeX und eine für TeXlive und MikTeX auf Win32.

(16 Jan '15, 16:32) Henri

Wenn du hier schaust, siehst du eine genaue Anleitung, wie man die LaTeX unter verschiedene Distributionen installiert bekommt.

Allerdings erhält man diese Anweisung eigentlich auch in jedem LaTeX Manual. Hier noch eine LaTeX-Einführung, falls dies von Nöten sein sollte. Es ist immer gut eine Einführung zu lesen, bevor man loslegt. Ich finde diese Einleitung sehr gut gemacht, weil man dort alles wichtige lernt. Später kann man sein wissen leicht mit Google erweitern - oder bei nicht ergooglebare Fragen hier Hilfe bekommen.

Falls du Schwierigkeiten haben solltest, dann gerne noch mal fragen.

Hoffentlich hilft meine Antwort!

(30 Jul '15, 23:10) Basilius Sap...

@Basilius: Ich habe Deine Antwort in einen Kommentar gewandelt, weil es tatsächlich keine Antwort auf die Frage ist, sondern nur ein Verweis auf eine Antwort auf die Frage und ein durchaus sehr zutreffender, zusätzlicher Kommentar bezüglich etwas, was nicht gefragt wurde.

(31 Jul '15, 00:39) saputello
2

@Basilius: Die von Dir verlinkte Anleitung ist sehr alt und enthält einige überholte Dinge und auch seltsame Behauptung. Nach teTeX wird der Anwender heutzutage lange suchen dürfen. Das ist längst in TeX Live aufgegangen, das übrigens auch unter Windows läuft. Die Angaben zur Eingabecodierung sind längst überholt und führen so in die Irre. Bei Tabellen fehlt die Erklärung, wie man \caption nicht nur über einer tabular verwendet, sondern auch passend formatiert. Im Deutschen muss man sich über den Punkt keine Sorgen machen. dvips braucht geometry lange nicht mehr und einiges mehr.

(31 Jul '15, 00:53) saputello

@Basilius Die Frage wurde von @Henri mit dem "archiv" Tag gekennzeichnet und ist damit eigentlich zum Nachschlagen für andere bestimmt. Es ging also um ausführliche und aktuelle Anleitungen für andere, was auch seinem Kommentar ganz oben zu entnehmen ist. Jedenfalls hat er zum einen ganz sicher eine gut funktionierende Latex Installation und braucht zum anderen auch keine Einführung. Falls Du das nicht glaubst, dann schau Dir einfach seine Antworten hier auf texwelt an.

(31 Jul '15, 04:15) esdd

TeX Live für Linux

TeX Live ist eine TeX-Distribution, die für unterschiedliche Betriebssysteme zur Verfügung steht. Für die Installation unter Linux gibt es meist zwei unterschiedliche Möglichkeiten:

TeX Live über den Linux-Paketmanager

Das ist auf den ersten Blick der einfachere Weg. Dazu wählt man im Linux-Paketmanager das passende TeX-Live-Paket und installiert es. Eine erste Schwierigkeit ist allerdings meist schon die Frage, welches TeX-Live-Paket das passende ist. Bei den Linux-Distributionen wird TeX-Live meist auf viele Pakete verteilt. Das führt immer wieder zu Problemen, weil Anwender gerne nur texlive oder texlive-base o. ä. installieren. Sobald sie dann auch nur ein Dokument in deutscher Sprache erstellen lassen wollen, erhalten sie Fehlermeldungen, weil beispielsweise die Sprachanpassungen via babel nicht mit installiert wurden. Daher wird empfohlen, immer alle TeX-Live-Pakete zu installieren. Die meisten Linux-Distributionen bieten dafür das Pseudopaket texlive-full oder texlive-scheme-full. Daraus ergibt sich, beispielsweise

  • für apt-get basierte Linux-Distributionen (debian, ubuntu etc.):
       sudo apt-get install texlive-full
  • für openSuSE:
       sudo zypper install texlive-scheme-full
  • Fedora, Redhat:
       sudo yum install texlive-scheme-full

Natürlich kann man das entsprechende Paket stattdessen auch mit dem jeweiligen grafischen Frontend der Linux-Distribution installieren. Das komplette TeX Live ist übrigens mehrere 100 MByte groß. Die Installation dauert also etwas.

Oft hat die Installation über den Paketmanager den Nachteil, dass es selten bis nie Updates für LaTeX-Pakete gibt. Auch der TeX-Live-Manager tlmgr wird dabei nicht unbedingt mit installiert, so dass man sich Updates auch nicht auf diesem Weg besorgen kann. Darüber hinaus neigen viele Linux-Distributionen dazu, die meiste Zeit mehr oder weniger alte Releases von TeX Live in ihren Paket-Repositories zu haben. Ob das zu einem echten Problem wird, hängt jedoch vom Benutzerprofil ab.

Wird tlmgr doch mit installiert, ist er in der Regel noch nicht so konfiguriert, dass er Pakete aktualisieren kann. Er ist dann nämlich nicht dazu geeignet, die TeX-Live-Pakete der Linux-Distrubtion zu aktualisieren oder globale Distributionspakete neu zu installieren. Man kann ihn aber so konfigurieren, dass er neue oder aktuelle Pakete im TEXMFHOME-Verzeichnis des Anwenders verwalten kann. Dazu muss man einmalig

tlmgr init-usertree
aufrufen. Updates sind ab dann mit
tlmgr update --usermode --self --all
möglich. Mit der Zeit führt das aber dazu, dass die Updates in TEXMFHOME fast so viel Platz einnehmen, wie die TeX-Installation der Distribution. Bei mehreren Benutzern muss auch jeder die Updates durchführen. Außerdem kann man per tlmgr immer nur die aktuelle TeX Live Distribution aktualisieren. Enthält die Linux Distribution also beispielsweise noch ein TeX Live 2014, dann sind keine Updates über tlmgr mehr möglich. Linux Distributionen aktualisieren allerdings vor der nächsten Release der Linux Distribution selten auf die aktuelle TeX Live Version. Daher kann es schnell sinnvoll werden, ein Original TeX Live (aka Vanilla TeX Live) zu installieren.

Original/Vanilla TeX Live

Hier sind grob drei Schritte durchzuführen:

  1. Installation von TeX Live
  2. TeX Live dem System bekannt machen
  3. Dem Linux-Paketmanager erzählen, dass TeX Live installiert ist und daher alle Abhängigkeiten von anderen Linux-Paketen zu TeX Live befriedigt sind.

Die ersten beiden Schritte sind dabei zwingen.

Für die Installation von TeX-Live lädt man sich einfach den Net-Installer für Linux von tug.org herunter. Dann legt man das Verzeichnis /usr/local/texlive an und gibt demjenigen Benutzer, der die TeX-Live-Installation verwalten soll, Schreibrechte für dieses Verzeichnis. Das ist auch der einzige Schritt der Installation für die man ggf. root-Rechte benötigt. Danach braucht man für die Installation oder Verwaltung von TeX Live keine root-Rechte mehr.

Anschließend entpackt man den heruntergeladenen Net-Installer, wechselt in dessen Verzeichnis (zu erkennen am Programm install-tl) und ruft den eigentlichen Installer auf:

./install-tl -gui
Am besten behält man alle Einstellungen bei und führt direkt die Installation durch.

Möglicherweise erhält man beim Aufruf eine Fehlermeldung, dass perl-tk nicht gefunden wurde. In diesem Fall kann man die Installation auch ohne grafische Oberfläche, also ohne Option -gui, durchführen. Es ist jedoch zu empfehlen, das Paket perl-tk über den Linux-Paketmanager nachzuinstallieren, da man dies auch zur Wartung von TeX Live mit tlmgr sehr gut brauchen kann.

Übrigens: Falls während der Installation, ein Fehler auftritt, beispielsweise weil die Internet-Verbindung zusammen bricht, kann man diese einfach durch Aufruf von install-tl neu starten. Dabei wird allerdings selbst bei Verwendung von Option -gui keine grafische Oberfläche mehr geöffnet. Stattdessen wird die Installation im Textmodus einfach ab der Fehlerstelle fortgeführt. Bei Aufruf in einem Terminal-Fenster kann man trotzdem sehen, was geschieht.

Um TeX Live dem System bekannt zu machen muss man das Binary-Verzeichnis von TeX Live in die systemweite Environment-Variable PATH eintragen. Das geht am einfachsten, indem man das profile-Script aus dieser Antwort verwendet. Natürlich muss man darin den Wert für TL_DIR an die jeweilige TeX-Live-Version anpassen, derzeit wäre das also

TL_DIR="/usr/local/texlive/2015"
Bei Debian-Linux und einigen Debian-basierten Linux-Distributionen ist die korrekte Datei, in die man diese PATH-Änderung am Ende einträgt, /etc/login.defs. Bei anderen Linux-Distributionen ist /etc/environment vorzuziehen. Bei openSUSE kann man einfach ein Script in /etc/profile.d ablegen.

Danach muss man sich noch aus- und wieder einloggen, damit das Script auch ausgeführt wird. Das Script hat außerdem noch den Vorteil, dass es auch die Environment-Variablen MANPATH und INFOPATH um die entsprechenden Verzeichnisse von TeX Live erweitert.

Führt man jetzt which tex aus, so sollte der ausgegebene Pfad in das Binary-Verzeichnis des zuvor installierten TeX Live führen. Das ist normalerweise /usr/local/texlive/<JAHR>/bin/x86_64-linux/tex bei einem 64bit-Linux und /usr/local/texlive/<JAHR>/bin/i386-linux/tex bei einem 32bit-Linux.

Der letzte Schritt, dem Linux-Paketmanager mitzuteilen, dass TeX Live installiert ist, erhöht lediglich den Komfort bzw. verhindert, dass bei der automatischen Abhängigkeitsauflösung bei der Installation anderer Linux-Pakete – beispielsweise eines LaTeX-Editors – überflüssiger Weise auch noch TeX-Live-Pakete der Linux-Distribution installiert werden. Diese belegen dann allerdings nur Platz und stören normalerweise nicht die Verwendung des Original-TeX-Live.

Wenn man eine Linux-Distribution verwendet, für die es ein sogenanntes TeX-Live-Dummy-Paket gibt, kann man einfach dieses installieren. Solche Pakete gibt es beispielsweise für openSUSE, für RHEL 6 Enterprise oder RHEL 7 Enterprise. Für Debian-basierte Systeme kann man mit Hilfe von equivs selbst ein dummy-Paket basteln, wie dies auf der Debian-Support Seite von TeX-Live beschrieben ist.

Für openSUSE gibt es übrigens vom KOMA-Script-Autor auch eine One-Click-Installation von Original-TeX-Live (eigentlich eines kleinen Programms, über das man dann u. a. die Installation der aktuellen TeX-Live-Version einschließlich des Downloads aller benötigten Dateien anstoßen kann). Das Vorgehen ist auf der verlinkten Seite beschrieben. Vorteil ist, dass dabei ein kleiner Dialog, über den mehrere TeX-Live-Installation und die Installation der nicht freien Fonts von getnonfreefonts verwaltet werden können, in das Start-Menü der grafischen Oberfläche, beispielsweise KDE mit integriert wird.

Für Ubuntu gibt es ein bash-Script von Scott Kostyshak zur Installation und Integration von TeX Live. Näheres zu dessen Verwendung ist in der Antwort auf die Frage »Probleme mit Texlive-Installation unter Ubuntu« zu finden.

Die Verwendung des Original-TeX-Live hat übrigens den Vorteil, dass für die Verwaltung von TeX Live dann der TeX-Live-Manager tlmgr bereit steht. Über diesen können neben dem Original-Repository auch zusätzliche Repositories wie TLcontrib (leider nicht mehr aktualisiert) oder KOMA (aktuelle Paketversionen vom KOMA-Script-Autor) oder tlptexlive (spezielle Pakete für Japanisch von Norbert Preining) verwendet werden. Über diese stehen teilweise Pakete zur Verfügung, die im Original-Repository nicht oder nur in älteren Versionen vorhanden sind.

Was braucht man noch?

Außerdem der TeX-Distribution benötigt man natürlich noch einen Editor. Diesen kann man in der Regel über den Paketmanager der Linux-Distribution installieren. Eine Übersicht über verschiedene Editoren auch für Linux zeigt: Welcher LaTeX-Editor für Einsteiger empfehlenswert?

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beantwortet 17 Jan '15, 03:45

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saputello
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bearbeitet 31 Mär, 14:19

Kann man Texlive und einen Editor auch so auf einem NAS installieren, dass man per Webzugriff damit seine Dokumente bearbeiten kann?

(30 Jan, 13:06) Tischa

@Tischa: Wenn Du einen Web-fähigen LaTeX-Editor für die NAS hast. Man könnte auch eine Web-Sever-Lösung wie bei Overleaf auf einem NAS einrichten. Aber wozu? Ein NAS ist ja üblicherweise als Netzlaufwerk verfügbar. Man kann TeX Live und Editor auch auf einem solchen Netzlaufwerk installieren. Das kann man dann auf beliebig vielen Rechnern mounten. Man sollte aber zumindest wissen, wie man beim jeweiligen OS, Umgebungsvariablen setzt. Das ist dann weniger eine TeX, als eine OS-Frage.

(30 Jan, 14:03) saputello

Dumme Frage: Bei Linux-Mint: Muss ich da auch einfach nur sudo apt-get install texlive-full in einem Terminal eingeben; und dann wird es installiert?

(30 Jan, 17:16) cis

@cis: Linux Mint basiert auf Ubuntu. Linux Mint Debian Edition basiert auf Debian. Es werden die Ubuntu/Debian-Repositories mit verwendet. Bei beiden sollte daher sudo apt-get install texlive-full funktionieren, um das TeX Live der Linux-Distribution zu installieren. Welche Version von TeX Live dabei aktuell installiert wird und wie vollständig das tatsächlich ist, weiß ich nicht. Zumindest die Version sollte man aber aus den Paket-Infos erfahren. Das generelle Vorgehen zur Installation von Vanilla-TeX-Live sollte ebenfalls gleich sein.

(31 Jan, 08:45) saputello

@saputello: Danke für die Erklärung. In meinem Falle wäre das Ubuntu 15.10 und Editor Texstudio. Mal schauen, ob ich ne Anleitung finde.

(31 Jan, 11:46) Tischa

Wär es möglich noch die Vorgehensweise zum Upgrade auf eine neue Version, z.B. 2015 auf 2016, einzufügen?

(31 Mär, 11:41) Tischa
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@Tischa: Die empfohlene Vorgehensweise bei Vanilla-TeX-Live ist die Neuinstallation der neuen Version. Für das Upgrade durch Update gibt es keinen Support. Es wird Anwendern, die nicht hinreichend viel Ahnung von ihrem OS und von TeX Live haben, ausdrücklich nicht empfohlen.

Solange man die alte Version nicht gelöscht hat, kann man dann übrigens durch PATH-Änderung (bzw. in obigem Beispiel durch TL_DIR-Änderung) jederzeit zwischen den Versionen wählen. Funktioniert die neue Version zur allgemeinen Zufriedenheit, kann man die alte einfach löschen.

(31 Mär, 11:55) saputello

Lässt sich dies auch unter OTA realisieren? https://wiki.ubuntu.com/Touch Wie lässt sich die Performance einschätzen? Ich liebäugle schon lange damit, da man hiermit m.E. erstmals tatsächlich richtig mobil mit LaTeX arbeiten könnte.

(01 Jun, 11:17) Tischa

Ich verstehe das nicht: Wenn ich sudo apt-get install texlive-full eingebe, fehlen nach Installation viele Pakete, z.B. xcolor, tikz,.... Wenn ich über die graphische Benutzeroberfläche "Anwendungen" installiere, habe ich das gleiche Problem. :(

(14 Sep, 13:56) cis

@cis: Welche Linux-Distribution und Version? Ich kenne das so jedenfalls nicht. texlive-full sollte eine weitgehend vollständiges TeX Live ergeben. Ich will aber nicht ausschließen, dass die eine oder andere Linux-Distribution nur ein stark kastriertes TeX Live bereit stellt. Ich selbst verwende immer Vanilla TeX Live. Damit gibt es solche Probleme nicht. Solange die Linux-Pakete tlmgr mit installieren und ein aktuelles TeX Live installiert wird, kannst Du aber auch nachträglich Paket im Usermode nachinstallieren.

(14 Sep, 14:08) saputello

LinuxMint 17.3 (Rosa/cinnamon), aber ich schätze mal, ich sollte VanillaTeX installieren. Aber ob ich das hinbekomme, weiß ich grad nicht, das scheint gleich 3mal so kompliziert zu sein. So gut kenne ich mich mit Linux nicht aus und bei Mint scheinen die Ordnerstrukturen auch anders zu sein.

(14 Sep, 14:28) cis
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@cis: LinuxMint 17.3 basiert auf Ubuntu 14.04. Bei Ubuntu ist xcolor in texlive-latex-recommended enthalten. texlive-full wiederum enthält eine Abhängigkeit auf texlive-latex-recommended. Wenn Du also bei der Installation die Beachtung der Abhängigkeiten nicht deaktiviert hast, sollte das mit installiert werden. Frag ggf. in einer Linux-Gruppe unter Angabe des Installations-Logs an, warum das bei Dir nicht passiert. Allerdings ist das TeX Live dort AFAIK stark veraltet, so dass ich dessen Verwendung ohnehin nicht empfehlen kann. Außerdem müsste Scotts Script für Ubuntu funktionieren.

(15 Sep, 02:09) saputello
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TeX Live für Windows

TeX Live ist eine TeX-Distribution, die für verschiedene Systeme zur Verfügung seht. Für Windows-Installation von TeX Live verwendet man am einfachsten den TeX-Live-Net-Installer für Windows. Nach dessen Download startet man den Installer einfach per Doppelklick und wird dann grafisch durch die Installation geführt. Es wird empfohlen alle Voreinstellungen beizubehalten, da damit etwaige Probleme für andere am einfachsten nachvollziehbar sind.

Leider sind für die Windows-Installation einige Probleme bekannt, die schwer reproduzierbar sind und nur vereinzelt auftreten. So geschieht es immer wieder, dass während der Installation beispielsweise von Anti-Viren-Scanner gerade heruntergeladene Dateien oder auch ganze Verzeichnisse genau dann gelockt werden, wenn das Installationsprogramm darauf zugreifen muss. Es wird daher häufig empfohlen, Viren-Scanner während der Installation zu deaktiviere und den Viren-Scan erst danach wieder zu starten.

Bei der Windows-Version von TeX Live ist mit TeXworks übrigens bereits ein LaTeX-Editor enthalten. Aber natürlich kann man auch einen anderen LaTeX-Editor zusätzlich installieren und verwenden. Eine Übersicht über verschiedene Editoren auch für Windows zeigt: Welcher LaTeX-Editor für Einsteiger empfehlenswert?

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beantwortet 17 Jan '15, 09:52

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saputello
17.4k22051

bearbeitet 22 Jul '15, 13:09

Kannst du mal bitte alle Antworten in eine zusammenführen, damit ich die dann akzeptieren kann? Ansonsten sieht es so aus als wäre nur eine der Anleitungen »richtig«.

(05 Aug, 07:42) Henri

@Henri: Das würde es aber sehr unübersichtlich machen. Schon jetzt ist mir die Antwort "TeX Live für Linux" eigentlich zu lang und ich hatte überlegt sie aufzuteilen. Irgendwann kommt MiKTeX für Linux dazu.

Ich sehe diese Frage wie Fragen beispielsweise nach der Integration von biber in einen Editor. Die Antwort hängt eben von verschiedenen Umständen ab. Ich würde es sogar begrüßen, wenn Du wie dort in der Frage Links auf die unterschiedlichen Antworten setzen würdest, so dass ein Fragesteller je nach verwendetem System und gewünschter LaTeX-Distribution schnell zur passenden Antwort kommt.

(05 Aug, 08:28) saputello

Auch ich finde es aufgeteilt in mehrere Antworten übersichtlicher. Und man kann von anderen Foren (goLaTeX oder auch hier auf TeXwelt) direkt auf die passende Antwort für das jeweils verwendete System gezielt verlinken. Alternative wäre eine Aufteilung in mehrere Fragen möglich und Verschieben der Texte ("Wie installiere ich LaTeX auf Windows?" etc. Vorteil hier: konkret und besser in google zu finden. So arbeitsreich entstandene Hilfe-Texte kann man ja noch optimierter zusammenstellen. Wenn Henri oder saputello auch das Einzelfragen-Prinzip je Betriebssystem gut findet, sagt gern Bescheid.

(05 Aug, 10:39) stefan ♦♦

MiKTeX für Windows

MiKTeX ist eine TeX-Distribution speziell für Windows. Für die Installation verwendet man am einfachsten den aktuellen Basic MiKTeX Installer. Dieser wird ausdrücklich auch Anwendern von 64-Bit-Windows-Installationen empfohlen. Zwar gibt es auch eine 64-Bit-Version von MiKTeX, diese bringt aber in der Regel keine Vorteile. Man kann mit dem Installer wahlweise MiKTeX nur für den (aufrufenden) Benutzer oder für alle Benutzer installieren. Unerfahrenen Anwendern und Anwendern auf Rechnern, die ohnehin keine weiteren Benutzer angelegt haben, wird empfohlen nur für den einen Benutzer zu installieren, da diese Installation einfacher zu warten ist.

Der Installer installiert grundsätzlich nur ein Grundsystem mit allen Verwaltungswerkzeugen (im Startmenü unterhalb der Gruppe »MiKTeX« zu finden), dem Editor TeXworks und den absolut notwendigen LaTeX-Paketen. Wer will, kann direkt nach der Installation im Paketmanager (bei Mehrbenutzer-Installationen in der Admin-Version des Paketmanagers) weitere, häufig benötigte Pakete installieren. Ansonsten erkennt MiKTeX bei einem LaTeX-Lauf normalerweise fehlende Pakete und installiert diese bei bestehender Internetverbindung (ggf. mit Nachfrage) automatisch nach. Diese automatisch nachinstallierten Pakete landen bei einer Mehrbenutzer-Installation allerdings in einem Verzeichnis des Benutzers, von dem die Admin-Werkzeuge keine Kenntnis haben. Daher müssen bei einer Mehrbenutzer-Installation beispielsweise Updates immer sowohl mit dem Admin-Updatemanager als auch von allen Benutzern mit dem User-Updatemanager durchgeführt werden!

Wem der mitgelieferte Editor nicht gefällt, dem sei die Übersicht über verschiedene Editoren auch für Windows empfohlen: Welcher LaTeX-Editor für Einsteiger empfehlenswert?

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beantwortet 08 Jan, 03:41

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saputello
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bearbeitet 10 Jan, 06:56

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Frage gestellt: 16 Jan '15, 16:30

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Zuletzt aktualisiert: 15 Sep, 02:09