Ich bin etwas verwirrt, weil ich gerne durchgehend vertikale Striche zwischen den Wochentagen hätte. Nun habe ich geteilte Meinungen zu booktabs gehört und weiß nun nicht wie ich die Tabelle sonst machen kann. Warum ist es so verpöhnt mit den vertikalen Strichen? Die Tabelle wäre sonst zu unübersichtlich. AUßerdem sollen die 3 Buchstaben bei Donnerstag etwas gleichmäßiger positioniert werden. Bitte um Hilfe!

\documentclass[paper=a4,titlepage=true,bibliography=totocnumbered,parskip=half,DIV=12]{scrartcl}

\usepackage{tabularx}
\usepackage{booktabs}

\begin{document}
\begin{table}[ht]
\caption[Die 15 Schulmädchen.]{Die 15 Schulmädchen.}
\centering
\begin{tabular}{|ccc|ccc|ccc|rrr|ccc|ccc|ccc|}
\midrule
\multicolumn{3}{|c|}{\textbf{Montag}} & \multicolumn{3}{c|}{\textbf{Dienstag}} & \multicolumn{3}{c|}{\textbf{Mittwoch}} & \multicolumn{3}{c|}{\textbf{Donnerstag}} & \multicolumn{3}{c|}{\textbf{Freitag}} & \multicolumn{3}{c|}{\textbf{Samstag}} & \multicolumn{3}{c|}{\textbf{Sonntag}}\\
\midrule
a & A & V & b & B & V & c & C & V & d & D & V & e & E & V & f & F & V & g & G & V \\
\midrule
b & E & D & c & F & E & d & G & F & e & A & G & f & B & A & g & C & B & a & D & C \\
\midrule
c & B & C & d & C & A & e & D & B & f & E & C & g & F & D & a & G & E & b & A & F \\
\midrule
d & f & g & e & a & b & f & a & b & g & b & c & a & c & d & b & d & e & c & e & f \\
\midrule
e & F & C & f & G & D & g & A & E & a & B & F & b & C & G & c & D & A & d & E & B \\
\bottomrule
\end{tabular}
\label{tab:1}
\end{table}
    \end{document}

gefragt 16 Mai, 13:53

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Lena1234
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bearbeitet 16 Mai, 15:02

1

Vertikale Linien zwingen das Auge in die vertikale Leserichtung. Tabellen sind aber normalerweise so angelegt, dass man sie zeilenweise und nicht spaltenweise liest. Damit stehen vertikale Linien in Konflikt mit der gewünschten Leserichtung. Siehe dazu auch die Einführung in der deutschen booktabs-Anleitung.

Bei Verwendung von vertikalen Linien ist booktabs auch nicht wirklich sinnvoll einsetzbar.

(16 Mai, 14:50) saputello
1

Wenn man mit Tabellenüberschriften arbeitet, sollte man bei KOMA-Script-Klassen die Option captions=tableabove angeben. Siehe dazu die KOMA-Script-Anleitung, scrguide.pdf, oder das KOMA-Script-Buch.

(16 Mai, 14:55) saputello

Upps, das war nicht der aktuelle Code. So ist es aktuell. Wenn ich nun doch vertikale Linien nutzen möchte, wie mache ich das bei KOMA-Script?

(16 Mai, 15:03) Lena1234

KOMA-Script ändert nichts an tabular. Also macht man das ganz normal wie bei LaTeX üblich – eben ohne booktabs und dessen Anweisungen \toprule, \midrule etc. Man kann auch Paket hhline verwenden, wenn man abseits aller empfehlenswerten Typografie exzessiv mit Linien arbeiten will.

(16 Mai, 15:11) saputello
1

BTW: Ich sehe gerade, dass das ein Crosspost ist: https://golatex.de/viewtopic.php?f=6&t=23831 und man dir dort schon all das gesagt hat, so dass ich mir die ganzen Kommentare hätte sparen können. :( (Zwei davon inzwischen wegen geändertem Code gelöscht).

Wann lernen die Leute endlich, Rücksicht auf die kostbare Zeit der Helfer zu nehmen und Crossposts sauber zu verlinken?!? Ich werde mir jetzt jedenfalls erst einmal meinen wohlverdienten Sonntag gönnen! Habe die Nase voll!

(16 Mai, 15:13) saputello

@saputello Danke trotzdem für die Mühe, ich dachte ich hätte den überarbeiteten Code gesendet mit dem Feedback des anderen Forums. Ich habe noch Schwierigkeiten bei dem Umgang mit Foren, deshalb hoffe ich auf Umsicht. Einen schönen Sonntag Ihnen!

(16 Mai, 15:20) Lena1234
1

Ich empfehle übrigens in der booktabs-Anleitung nicht nur die Einleitung, sondern auch den nachfolgenden Abschnitt »Das Layout formaler Tabellen«. Das ist bis hin zu dem Satz: »Das Prinzip ist, dass eine verstärkte Struktur in der Präsentation bereits von Beginn an die Gedanken strukturiert.« höchst lesenswert und beachtenswert!

(16 Mai, 15:23) Ijon Tichy

Danke! Dann schau ich es mir an!

(16 Mai, 15:24) Lena1234
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Ich würde die störenden vertikalen Linien alle weglassen und es beispielsweise so:

\documentclass[paper=a4,titlepage=true,bibliography=totocnumbered,parskip=half,DIV=12,captions=tableheading]{scrartcl}

\usepackage{tabularx}
\usepackage{booktabs}
\usepackage{graphicx}
\newcommand*{\tabcolhead}[1]{\rotatebox[origin=c]{45}{\textbf{#1}}}
\begin{document}
\begin{table}[ht]
\setlength{\tabcolsep}{.75\tabcolsep}% Spaltenabstand etwas verringern.
\caption{Die 15 Schulmädchen.}
\begin{tabularx}{\linewidth}{*{6}{XXX@{\hskip4\tabcolsep}}XXX}
\toprule
\multicolumn{3}{l}{\tabcolhead{Montag}} & \multicolumn{3}{l}{\tabcolhead{Dienstag}} & \multicolumn{3}{l}{\tabcolhead{Mittwoch}} & \multicolumn{3}{l}{\tabcolhead{Donnerstag}} & \multicolumn{3}{l}{\tabcolhead{Freitag}} & \multicolumn{3}{l}{\tabcolhead{Samstag}} & \multicolumn{3}{l}{\tabcolhead{Sonntag}}\\
\midrule
a & A & V & b & B & V & c & C & V & d & D & V & e & E & V & f & F & V & g & G & V \\
b & E & D & c & F & E & d & G & F & e & A & G & f & B & A & g & C & B & a & D & C \\
c & B & C & d & C & A & e & D & B & f & E & C & g & F & D & a & G & E & b & A & F \\
d & f & g & e & a & b & f & a & b & g & b & c & a & c & d & b & d & e & c & e & f \\
e & F & C & f & G & D & g & A & E & a & B & F & b & C & G & c & D & A & d & E & B \\
\bottomrule
\end{tabularx}
\label{tab:1}
\end{table}
\end{document}

oder so:

\documentclass[titlepage=true,bibliography=totocnumbered,parskip=half,DIV=12,captions=tableheading]{scrartcl}

\usepackage{tabularx}
\usepackage{booktabs}
\newcommand*{\tabcolhead}[2][\hskip -4\tabcolsep]{#1\footnotesize\textbf{#2}}
\begin{document}
\begin{table}[ht]
\setlength{\tabcolsep}{.85\tabcolsep}% Spaltenabstand etwas verringern.
\caption{Die 15 Schulmädchen.}
\begin{tabularx}{\linewidth}{*{6}{XXX@{\hskip4\tabcolsep}}XXX}
\toprule
\multicolumn{3}{c}{\tabcolhead{Montag}} & \multicolumn{3}{c}{\tabcolhead{Dienstag}} & \multicolumn{3}{c}{\tabcolhead{Mittwoch}} & \multicolumn{3}{c}{\tabcolhead{Donnerstag}} & \multicolumn{3}{c}{\tabcolhead{Freitag}} & \multicolumn{3}{c}{\tabcolhead{Samstag}} & \multicolumn{3}{c}{\tabcolhead[]{Sonntag}}\\
\midrule
a & A & V & b & B & V & c & C & V & d & D & V & e & E & V & f & F & V & g & G & V \\
b & E & D & c & F & E & d & G & F & e & A & G & f & B & A & g & C & B & a & D & C \\
c & B & C & d & C & A & e & D & B & f & E & C & g & F & D & a & G & E & b & A & F \\
d & f & g & e & a & b & f & a & b & g & b & c & a & c & d & b & d & e & c & e & f \\
e & F & C & f & G & D & g & A & E & a & B & F & b & C & G & c & D & A & d & E & B \\
\bottomrule
\end{tabularx}
\label{tab:1}
\end{table}
\end{document}

lösen.

Wenn man dagegen auf der fürcherlichen Klötzchengrafik an Stelle einer Tabelle besteht, ergibt es in der Tat keinen Sinn booktabs zu verwenden. Dann ginge das beispielsweise so:

\documentclass[paper=a4,titlepage=true,bibliography=totocnumbered,parskip=half,DIV=12,captions=tableheading]{scrartcl}

\usepackage{tabularx}
\newcommand*{\tabcolhead}[1]{\footnotesize\textbf{#1}}
\begin{document}
\begin{table}[ht]
\caption{Die 15 Schulmädchen.}
\begin{tabularx}{\linewidth}{|*{7}{XXX|}}
\firsthline
\multicolumn{3}{|c|}{\tabcolhead{Montag}} & \multicolumn{3}{c|}{\tabcolhead{Dienstag}} & \multicolumn{3}{c|}{\tabcolhead{Mittwoch}} & \multicolumn{3}{c|}{\tabcolhead{Donnerstag}} & \multicolumn{3}{c|}{\tabcolhead{Freitag}} & \multicolumn{3}{c|}{\tabcolhead{Samstag}} & \multicolumn{3}{c|}{\tabcolhead{Sonntag}}\\
\hline
a & A & V & b & B & V & c & C & V & d & D & V & e & E & V & f & F & V & g & G & V \\
\hline
b & E & D & c & F & E & d & G & F & e & A & G & f & B & A & g & C & B & a & D & C \\
\hline
c & B & C & d & C & A & e & D & B & f & E & C & g & F & D & a & G & E & b & A & F \\
\hline
d & f & g & e & a & b & f & a & b & g & b & c & a & c & d & b & d & e & c & e & f \\
\hline
e & F & C & f & G & D & g & A & E & a & B & F & b & C & G & c & D & A & d & E & B \\
\lasthline
\end{tabularx}
\label{tab:1}
\end{table}
\end{document}

Näheres zu \hline ist jeder besseren LaTeX-Einführung zu entnehmen. \firsthline und \lasthline sind in der Anleitung zu Paket array zu finden. Im Beispiel wird array von tabularx geladen.

Man beachte außerdem Option captions=tableheading in von mir angegebenen Beispielen. Warum die Option gesetzt wurde, ist bereits in den @saputello Kommentaren zur Frage angegeben. Darüber hinaus ist die Option in der KOMA-Script-Anleitung erklärt. Diese Option ist übrigens das Einzige, was an dem gezeigten Tabellencode spezifisch für KOMA-Script ist. Ohne eine KOMA-Script-Klasse wäre das Paket caption und dessen Option tableposition=top zu empfehlen.

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beantwortet 16 Mai, 15:47

Ijon%20Tichy's gravatar image

Ijon Tichy
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bearbeitet 17 Mai, 08:50

Vielen vielen vielen Dank @Ijon Tichy! Die zweite Version gefällt mir seeehr gut! Dann kann ich auch getrost auf die vertikalen Linien verzichten. Sie haben mich gerettet. Mein Problem ist jedoch, dass ich bei dieser Ausführung ganz viele "Overfull \hbox" Warnungen bekomme. Kann man das irgendwie vermeiden?

(16 Mai, 15:58) Lena1234
1

@Lena1234 Die Textbreite reicht eigentlich nicht für die vielen Spalten. Dadurch werden die Spalten für die Großbuchstaben eigentlich etwas zu schmal. Ich habe das jetzt einmal dadurch korrigiert, dass ich den Abstand zwischen den Spalten etwas verringert habe (siehe ergänzte \setlength-Anweisung). Eigentlich könnte man aber in dem Fall auch einfach die overfull \hbox Meldungen ignorieren. Alternativ kann man den Satzspiegel breiter machen, die Tabelle drehen oder die Tabelle in den Rand oder die Ränder ragen lassen. Letztlich ist das eine sehr dokumentspezifische Feinheit.

(16 Mai, 16:10) Ijon Tichy

@Ijon Tichy Danke, es klappt mit der \setlength-Anweisung. Die Meldungen sind dann verschwunden. Sie haben mir sehr geholfen! Vielen Dank.

(16 Mai, 16:50) Lena1234
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gestellte Frage: 16 Mai, 13:53

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zuletzt geändert: 17 Mai, 08:50