TeXwelt wurde neu installiert. Es funktionieren noch nicht alle Features und auch an den deutschsprachigen Formulierungen wird verbessert. Danke für eure Geduld.

Liebe Leute,

bitte entschuldigt den Ursprungsbeitrag. Der war sehr unordentlich und konfus. Ich habe jetzt nach viel Feedback das Minimalbeispiel etwas aufgeräumt, habe in meinem Code einige Kleinigkeiten verändert und mit meinem Professor nochmal gesprochen. Was ich jetzt noch ändern muss, ist folgendes:

Wenn ich die @incollection poetik.fricke.2010 zitiere, sieht die Angabe so aus:

Fricke, Harald: Poetik, in: Braungart, Georg, Harald Fricke, Klaus Grubmüller, Jan-Dirk Müller, Friedrich Vollhardt und Klaus Weimar (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft: Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Bd. I: A - G. Bd. II: H - O. Bd III: P - Z, 2010, S. 100.

Erstmal wäre es gut, wenn hier höchstens zwei Namen unter Herausgeber stehen würden gefolgt von einem "u.a." und dann ist die Reihenfolge auch ungünstig. Die Herausgeber sollten nach dem Titel stehen. Das gilt gleichermaßen für die Fußnote wie auch für die Bibliographie. Also so:

Fricke, Harald: Poetik, in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft: Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Bd. I: A - G. Bd. II: H - O. Bd III: P - Z, Hrsg. von Braungart, Georg, Harald Fricke, u.a., 2010, S. 100.

Geht das?

Ich dachte außerdem, dass mit xref automatisch die Informationen eines Child-Eintrages durch die Informationen eines Parent-Eintrages ergänzt wurden. Bei einem Sammelband gelten die Herausgeber ja für alle, die Autoren sind aber anders. Kommt mir irgendwie redundant vor, das in dem Child-Eintrag auch angeben zu müssen.

Minimalbeispiel:

\documentclass[a4paper,12pt]{scrreprt}
\usepackage[left= 2.5cm,right = 2cm, bottom = 4 cm]{geometry}

\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage{graphicx, subfig}
\graphicspath{{img/}}
\usepackage{lmodern}
\usepackage{color}
\usepackage{csquotes}
\usepackage[style=footnote-dw, backend=biber, backref=true, nopublisher=false]{biblatex}
\addbibresource{Literatur.bib}


\begin{document}

Normale Collection\footcite{reallexikon.2010}

Normale Incollection\footcite{poetik.fricke.2010}

\printbibliography

\end{document}

Die Bibliographie

@collection{reallexikon.2010,
    editor = {{Braungart, Georg, Harald Fricke, Klaus Grubm{\"u}ller, Jan-Dirk M{\"u}ller, Friedrich Vollhardt und Klaus Weimar}},
    year = {2010)},
    booktitle = {Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft :: Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Bd. I: A - G. Bd. II: H - O. Bd III: P - Z},
shorttitle = {Reallexikon der Literaturwissenschaft}
}

@incollection{poetik.fricke.2010,
    author = {Fricke, Harald},
    title = {Poetik},
    xref = {reallexikon.2010}% Verweis
}

@article{Shusterman.1991,
  author = {Shusterman, Richard},
 year = {1991},
 title = {The Fine Art of Rap},
 pages = {613},
 pagination = {page},
 volume = {22},
 number = {3},
 issn = {0028-6087},
 journal = {New Literary History}
}

@book{Wallace.,
 author = {{Costello, Mark und Wallace, David Foster}},
 year = {1990},
 title = {Signifying Rappers. Rap and race in the urban present},
 publisher = {The Ecco press},
 adress = {New York}

Es sei darauf hingewiesen, dass ich die Frage auch auf goLaTeX gestellt habe.

gefragt 25 Sep, 15:08

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Nod
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bearbeitet 28 Sep, 12:38

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moewe
70624

Auch wenn es zum Teil schon anderweitig erwähnt wurde, seien für die Allgemeinheit nachfolgend ein paar Anmerkungen (thematisch geordnet, so dass die Kommentare ggf. leicht einzeln gelöscht werden können) zum gezeigten Code gemacht:

(27 Sep, 09:15) Ijon Tichy
1
  • Wenn \footcite die normale Zitiermethode ist, würde ich empfehlen, \footcite durch \autocite zu ersetzen und ggf. Option autocite=footnote beim Laden von biblatex zu ergänzen, falls das nicht ohnehin bereits die Voreinstellung von footnote-dw sein sollte.
(27 Sep, 09:26) Ijon Tichy

Danke. Ich habe das alles versucht einzubeziehen - vor allem in mein fertiges Dokument - und habe den Beitrag nochmal angepasst.

(28 Sep, 11:12) Nod
2

Die doppelten Klammern in den Namensfeldern sollten weg, denn sie verhindern, dass Biber/BibTeX die Namen in Vor- und Nachnamen zerlegt. Ferner müssen (unabhängig von der gewünschten Ausgabe) alle Namen mit einem and getrennt werden. Schließlich würde ich statt Makros für Umlaute UTF-8 vorziehen. Also editor = {Braungart, Georg and Harald Fricke and Klaus Grubmüller and Jan-Dirk Müller and Friedrich Vollhardt and Klaus Weimar}, statt editor = {{Braungart, Georg, Harald Fricke, Klaus Grubm{\"u}ller, Jan-Dirk M{\"u}ller, Friedrich Vollhardt und Klaus Weimar}},

(28 Sep, 12:40) moewe
1

Gleiches gilt für author = {{Costello, Mark und Wallace, David Foster}},, das korrekterweise author = {Costello, Mark and Wallace, David Foster}, lauten müsste. Siehe auch https://tex.stackexchange.com/q/557/35864 und https://tex.stackexchange.com/q/36396/35864 bei Tex.SX.

(28 Sep, 12:41) moewe

Zu xref: xref stellt nur einen Querverweis (cross reference) zwischen den Kind- und Elterneintrag her. Wenn Du (zusätzlich) Vererbung von (im Kind nicht vorhandenen) Feldern vom Elterneintrag möchtest, musst Du stattdessen crossref nutzen. Wie ich letztens erfahren habe, gibt es bei biblatex-dw aber noch weitere Unterschiede zwischen xref und crossref.

(28 Sep, 13:33) moewe

Ich erinnere mich dunkel, dass es bei den Umlauten auch mit dem Paket inputenc Probleme gab, weswegen ich die Makros benutzt hatte.

Wenn ich es so formatiere, wie Du vorgeschlagen hast, habe ich zwei Probleme. Die Trennung wird mit einem Slash ausgegeben und die Reihenfolge von Titel und Herausgeber ist immer noch dieselbe.

Beispiel:

Mark Costello/David Foster Wallace: Signifying Rappers. Rap and race in the urban present, New York 1990, S. 99.

Wie kann man den Slash ersetzen durch ein "und" beispielsweise?

(28 Sep, 17:11) Nod

Und bei dem Eintrag mit dem Reallexikon erhalte ich:

Harald Fricke: Poetik, in: Georg Braungart u. a. (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft: Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Bd. I: A - G. Bd. II: H - O. Bd III: P - Z, 2010, S. 100.

Schon mal gut, dass "u.a." jetzt funktioniert (danke!), aber wie gesagt wäre es toll, wenn die Position des Herausgebers hinter den Titel geschoben würde. Geht das?

(28 Sep, 17:11) Nod

Okay. Das heißt xref stellt sicher, dass der Parent auch ohne Erwähnung in der Bibliographie auftaucht?

Habe die footcites übrigens zu autocites abgeändert. Hatte mir das angesehen. Die Funktion mit der Positionierung der Zitatnummer passend zum Satzzeichen ist ja der Hammer. Danke nochmal dafür.

(28 Sep, 17:12) Nod

Ja, bei der Nutzung von Nicht-ASCII-Zeichen wie Umlauten muss die tatsächliche (Datei/Eingabe)Codierung mit der bei inputenc deklarierten Codierung übereinstimmen (oder zumindest kompatibel sein). Heutzutage nutzt man am besten (und nutzen die meisten Editoren) UTF-8, das hat dazu geführt, dass LaTeX vor einiger Zeit dazu übergegangen ist, \usepackage[utf8]{inputen} automatisch zu laden.

(28 Sep, 21:35) moewe
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Wie bereits in den Kommentaren erörtert, sollten Listen von Personennamen nicht mit doppelten Klammern geschützt werden. Die doppelten Klammern verhindern, dass Biber (oder BibTeX) die Liste überhaupt als Liste erkennt und die Personennamen in Vornamen und Nachnamen aufteilt. Das führt dazu, dass viele wichtige Einstellungen und Funktionen nicht richtig funktionieren. Daher sollten die doppelten Klammern in den Namensfeldern in diesem Beispiel alle entfallen. Außerdem müssen unabhängig von der gewünschten Ausgabe alle Namen mit dem Schlüsselwort and getrennt werden. Ferner würde ich zur direkten Eingabe der Nicht-ASCII-Zeichen mit UTF-8 raten anstatt die LaTeX-Makros zu nutzen.

Man käme dann auf

  editor     = {Braungart, Georg and Harald Fricke and Klaus Grubmüller
                and Jan-Dirk Müller and Friedrich Vollhardt
                and Klaus Weimar},

und

  author    = {Costello, Mark and Wallace, David Foster},

Doppelte/zusätzlicher Klammern werden eigentlich nur benötigt, wenn es sich bei den Namen nicht um Personennamen handelt, sondern um die Namen von Einrichtungen, Vereinen oder Firmen. Dann muss man den Einrichtungsnamen in Klammern setzen um zu verhindern, dass Biber versucht ihn als Personennamen zu verstehen.

  author    = {Costello, Mark and {National Aeronautics and Space Administration} and Wallace, David Foster},

Siehe auch https://tex.stackexchange.com/q/10808/35864.

Eine wichtige Funktion, die nur funktioniert, wenn alle Namen richtig eingegeben und erkannt werden, ist (max|min)(bib|cite)?names. Die Anzahl an Namen, die im Literaturverzeichnis oder Zitat auftauchen, kannst Du mit maxnames und minnames steuern. Wenn eine Unterscheidung zwischen Zitat und Verzeichnis gemacht werden soll, gibt es maxbibnames/maxcitenames und minbibnames/mincitenames. Die Voreinstellung ist maxnames=3, minnames=1.

Wenn Dir die von Deinem Stil eingefügten Trenner zwischen den Namen nicht gefallen, dann kannst Du sie ganz leicht anpassen. Bei den Standardstilen und vielen modernen Stilen nutzt man dazu \DeclareDelimFormat auf den zwei Trennern multinamedelim und finalnamedelim. biblatex-dw ist aber älter als das context sensitive delimiter interface und implementiert selbst eine ähnliche Funktion, sodass da noch ein paar zusätzliche Zeilen notwendig sind.

Die Herausgebernamen bei @in...-Werken können durch die Redefinition zweier Makros hinter den Titel befördert werden. Es sei angemerkt, dass die Standardstile die Herausgeber immer hinter dem Titel haben und biblatex-dw sich extra Mühe macht, die Namen davor zu schreiben.

Zum Thema xref noch. xref stellt nur einen Querverweis zwischen Kind- und Elterneintrag her. Wie genau der genutzt wird, bleibt dem Stil überlassen, aber eine häufige Anwendung ist das automatische Hinzufügen des Elterneintrags zum Literaturverzeichnis (auch wenn er nicht explizit zitiert wurde), falls er von genügen Kindeinträgen genutzt wird (die relevante Option heißt minxrefs und hat standardmäßig den Wert 2). Allerdings können Stile noch mehr mit dem Querverweis tun, biblatex-dw kennt beispielsweise die Option xref, um automatisch auf die Felder des Elterneintrags zurückzugreifen. Ich denke, dass diese Option in biblatex-dw eingebaut wurde, bevor es die crossref-Funktion gab. crossref stellt wie xref einen Querverweis zwischen Kind- und Elterneintrag her, zusätzlich erbt das Kind aber die Felddaten des Elterneintrags nach einem konfigurierbaren Vererbungsschema. Ich würde hier crossref statt xref nutzen.

\documentclass[a4paper,12pt]{scrreprt}
\usepackage[left= 2.5cm,right = 2cm, bottom = 4 cm]{geometry}

\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage{lmodern}
\usepackage{csquotes}
\usepackage[style=footnote-dw, backend=biber, backref=true, nopublisher=false]{biblatex}

\DeclareDelimFormat{multinamedelim}{\addcomma\space}
\DeclareDelimFormat{finalnamedelim}{%
  \ifnumgreater{\value{liststop}}{2}{\finalandcomma}{}%
  \addspace\bibstring{and}\space}

% speziell für biblatex-dw
\let\citemultinamedelim\multinamedelim
\let\citefinalnamedelim\finalnamedelim
\let\bibmultinamedelim\multinamedelim
\let\bibfinalnamedelim\finalnamedelim

\renewbibmacro*{useeditor+others}{}

\renewbibmacro*{ifuse:byeditor+others}{\usebibmacro{byeditor+others}}

%\usepackage{filecontents}
\begin{filecontents}{\jobname.bib}
@collection{reallexikon,
  editor     = {Braungart, Georg and Harald Fricke and Klaus Grubmüller
                and Jan-Dirk Müller and Friedrich Vollhardt
                and Klaus Weimar},
  year       = {2010},
  title      = {Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft ::
                Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte.
                Bd. I: A~--~G. Bd. II: H~--~O. Bd III: P~--~Z},
  shorttitle = {Reallexikon der Literaturwissenschaft}
}
@incollection{poetik.fricke,
  author    = {Fricke, Harald},
  title     = {Poetik},
  crossref  = {reallexikon},
  pages     = {100},
}
@article{shusterman,
  author     = {Shusterman, Richard},
  year       = {1991},
  title      = {The Fine Art of Rap},
  pages      = {613},
  pagination = {page},
  volume     = {22},
  number     = {3},
  issn       = {0028-6087},
  journal    = {New Literary History}
}
@book{costello,
  author    = {Costello, Mark and Wallace, David Foster},
  year      = {1990},
  title     = {Signifying Rappers. Rap and race in the urban present},
  publisher = {The Ecco press},
  adress    = {New York},
}
\end{filecontents}
\addbibresource{\jobname.bib}

\begin{document}
Normale Collection\autocite{reallexikon}

Normale Incollection\autocite{poetik.fricke}

\printbibliography
\end{document}

Braungart, Georg u.a. (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft :: Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Bd. I: A – G. Bd. II: H – O. Bd III: P – Z, 2010 (siehe S. 1).//Fricke, Harald: Poetik, in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft :: Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Bd. I: A – G. Bd. II: H – O. Bd III: P – Z, hrsg.v. Georg Braungart u.a., 2010, S. 100 (siehe S. 1).

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beantwortet 29 Sep, 08:41

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moewe
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Holly crap,

danke moewe. Das sieht alles so perfekt aus jetzt! Vielen vielen Dank. Ich mache mich dann mal an das weitere Schreiben. Eine kurze Frage noch: Wird das automatisch auch in der Bibliographie so ausgegeben oder ist dort der Herausgeber wieder vor dem Titel?

(29 Sep, 16:30) Nod
2

@Nod Der Screenshot ist vom Literaturverzeichnis und eigentlich sollten Zitat und Verzeichnis recht gleich aussehen. Ich schlage ja bei solchen Fragen immer selbst Ausprobieren vor, als lange auf eine Antwort zu warten ;-)

(29 Sep, 16:56) moewe

Hatte ich auch gemacht, war aber irgendwie noch in der alten Formatierung. Dann ist mir aufgefallen, dass ich anstatt crossref noch xref benutzt hatte und habe es abgeändert und jetzt funktioniert es. Also ja. Danke! Das Zitationsproblem hast Du erledigt. Hell yes!

(29 Sep, 17:23) Nod
1

@Nod Statt nur Teile des gezeigten Codes auf den eigenen Code zu übertragen, ist es meist keine schlechte Idee, erst einmal den gezeigten Code unverändert (in einem neuen Verzeichnis) auszuprobieren. Dann sieht man direkt, ob das bereits das ist, was man sucht. Dann braucht man eigentlich auch nur noch nachzufragen, wenn es noch Abweichungen gibt. Und wenn dann beim Übertragen auf den eigenen Code etwas nicht richtig funktioniert, kann man gezielter nach Unterschieden im Code suchen.

(29 Sep, 17:34) Ijon Tichy

Ja, genau das war der Fehler. Werde das in Zukunft berücksichtigen!

(29 Sep, 18:03) Nod
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gestellte Frage: 25 Sep, 15:08

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zuletzt geändert: 29 Sep, 18:11