Eine meiner Antworten hier auf TeXwelt bestand aus einer Erklärung zur Ursache des geschilderten Problems und einer Anleitung, wie man aus der Antwort zu einer anderen Frage die Lösung auch für das sehr ähnliche Problem ableiten kann. Daraufhin gab es die Kritik, dass so eine Erklärung mit Hilfe zur Selbsthilfe keine Antwort, sondern nur ein Kommentar sein könne, weil vollständiger Code (der in der anderen Antwort bereits enthalten war) fehle. Antworten ohne solch vollständigen, lauffähigen Code könnten grundsätzlich nur Kommentare sein. Gleichzeitig wurde die Antwort mit Punktabzug versehen.

Daher die Frage: Sind hier generell nur Antworten zulässig, die ein vollständigen, lauffähigen Code von

\documentclass

bis

\end{document}

enthalten? Sollte ich Antworten, bei denen ein solcher lauffähiger Code fehlt, ebenfalls mit einem Daumen runter bewerten?

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gefragt 06 Jun '19, 13:48

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der_zornige_...
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bearbeitet 07 Jun '19, 10:25

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Ijon Tichy
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Es tut mir leid, dass ich mit meiner Frage und einer meinen beiden Antworten einen Streit ausgelöst habe, der jetzt sogar dazu führt, dass Murmeltier seine Arbeit am pgfmanual (Anleitung zu prg?) einstellen will. Auch wenn ich pgf noch nie verwendet habe, nimmt es hier sehr viel Raum ein, so dass es sicher ein wichtiges Paket ist von dem ganz viele profitieren. Bitte nicht wegen meinen Fehlern! Ich wollte wirklich nicht, dass so etwas passiert. Wenn ich gewusst hätte, was ich da anrichte, hätte ich die Antwort nie geschrieben und schon gar nicht diese Frage gestellt.

(09 Jun '19, 13:38) der_zornige_...

Kann bitte jemand diese Frage löschen, bevor sie noch mehr Schaden anrichtet?

(09 Jun '19, 13:58) der_zornige_...

Zusammenfassung: Vollständiger Code ist enorm hilfreich. Er ist wünschenswert in Antworten und auch in Fragen, da das Testen und Anwenden damit einfach ist.

(Screenshots sind auch super. Sie machen das Browsen der Lösungen auf TeXwelt.de zu Genuss.)


Antworten sollten eine Lösung sein. Sie können sehr gern vollständigen Code enthalten, es ist jedoch nicht zwingend. Wir kreiden niemandem an wenn er nur mit einer Lösungszeile antwortet, wenn es nur ein kurzes Snippet ist, oder kein Screenshot da ist. Wir sind alle in unserer Freizeit und freiwillig hier.

Es ist gut, wenn Antworten eine Lösung auf den Punkt liefern, selbst wenn es nur eine Code-Zeile ist. Es sollte aber auch eine Erklärung dazu geben. Das betrachte ich schon als notwendig. Verständlich wenn man mal keine Zeit für lange Worte hat, dann kann vllt. jemand anders eine kurze Erklärung ergänzen fürs Archiv.

Vollständiger Code ist zusätzlich auch gern gesehen, weil es das Ausprobieren einfacher macht, auch für später reinkommende Suchende via Suchmaschine. Es soll halt kein Muss sein. Vielleicht erweckt es den Eindruck, weil es für den Komfort der später Lesenden gern gemacht wird, und viele (wie ich) sowieso fast jede Antwort vorher testen und daher ohnehin vollständigen Code haben, den sie reinkopieren können.

In Fragestellungen vollständiger Code wichtig (hier könnte man sagen, zwingend), damit nicht jeder potentielle Helfer selbst ein Testbeispiel aus Bruchstücken bauen muss zum Nachvollziehen und Anbieten einer als lauffähig getesteten Lösung. In diesem Sinne ist ein Codestück in der Antwort, das die Lösung darstellt, auch direkt mit dem Code der Frage verwendbar.

Ist eine Lösung in einer Antwort recht komplett für sich stehend, also ist es beispielsweise eine komplette Zeichnung, dann ist vollständiger Code erst recht eine super Hilfe und macht die Lösung leicht ausprobierbar. Noch besser wird es durch Einfügen eines Screenshots der grafischen Ausgabe, weil man so wunderbar in Lösungen stöbern kann ohne jedes Mal zu kompilieren (und vorher vollständigen Code drumzubauen).

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beantwortet 06 Jun '19, 14:18

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stefan ♦♦
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bearbeitet 09 Jun '19, 10:44

@stefan ♦♦ Ich habe jetzt versucht, in meine Antwort Screenshots einzufügen. Leider hat das nicht funktioniert. Ich habe auf das Polaroid geklickt, dann auf "Browse" und das Bild ausgewählt. Dann erscheint so eine Art Windows-Startkreis, aber es passiert so lange nichts mehr, dass ich irgendwann auf "Cancel" drücken musste. Wenn ich stattdessen auf "OK" drücke, dann ist das Bild auch nicht da. Wahrscheinlich muss ich bei "Webadresse eingeben" noch etwas eingeben. Aber was? Es tut mir leid. Am besten löschst du mich. Ich dachte, das wäre einfacher.

(09 Jun '19, 14:10) der_zornige_...

@der_zornige_... Wer weiß, warum das in dem Moment nicht ging. Normal erscheint nach dem Auswählen dann im Linkfeld ein Link und man braucht nur noch ok drücken. Aber egal, ich habe für Dich zwei Bilder eingefügt. Am Anfang hat das für mich damals auch jemand anders gemacht. Deshalb brauchst Du wirklich nicht aufzugeben.

(09 Jun '19, 19:44) esdd

Ich halte lauffähigen Code in Antworten für generell sinnvoll und sehr hilfreich. Bis auf ganz seltene Ausnahmen gebe ich deshalb selbst dann ein MWE an, wenn in der Frage keines enthalten war. Das werde ich auch weiterhin tun. Darüber hinaus füge ich meistens noch Bildschirmfoto des Ergebnisses an, schon weil die Suche nach Bildern häufig einfacher ist.


Aber die konkrete Frage hier lautet: »Muss eine Antwort zwingend vollständigen Code enthalten?«, noch vertieft durch »Sind hier generell nur Antworten zulässig, die ein vollständigen, lauffähigen Code von \documentclass bis \end{document} enthalten?« Und da stimme ich mit Stefan vollkommen überein, dass Antworten ohne vollständiges Beispiel weder verboten sind, noch nur wegen des fehlenden MWEs abgewertet oder in einen Kommentar umgewandelt werden müssen. Das hängt so oder so vom Inhalt der konkreten Frage und Antwort ab.

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beantwortet 08 Jun '19, 16:14

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esdd
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bearbeitet 11 Jun '19, 12:08

@esdd Hab Antworten wiederhestellen können: Dem Community-Profil zugeordnet. War schwieriger als gedacht, kriegte zunächst Fehler wegen Abhängigkeiten, aber nun hat es geklappt.

(29 Jan, 15:51) stefan ♦♦

@Stefan Vielen, vielen Dank!

(30 Jan, 14:22) esdd

Da die Frage nach dem Daumen runter (aka Downvote) noch nicht beantwortet wurde: Früher habe ich »gefällt mir nicht« tatsächlich als genau das angesehen, also eine Meinungsäußerung darüber, ob mir eine Frage oder eine Antwort gefällt. Allerdings sieht das der jeweilige Verfasser einer Frage oder Antwort meist anders. Gerade Neulinge kann man auch leicht durch einen Downvote abschrecken. Daher gibt es die ungeschriebene Regel, mit negativen Votes sparsam zu sein. Die erste Frage eines Fragesteller sollte nie direkt abgewertet werden. Downvotes können gerechtfertigt sein, wenn eine Frage wirklich unverständlich ist und sich der Fragesteller weigert, sie zu verbessern. Allerdings ist dann eher das Schließen der Frage das Mittel der Wahl.

Antworten sollten generell nur dann mit einem Downvote versehen werden, wenn sie grob am Thema vorbei gehen, nicht funktionieren oder mehr Probleme bereiten als sie lösen und der Verfasser nicht bereit ist, sie zu korrigieren oder zu löschen. Bei Antworten, bei denen sich der Verfasser mit fremden Federn schmückt, indem er nur eine vorhandene Antwort oder einen vorhandenen Kommentar wiederholt, ohne substantielles beizutragen, ist sehr umstritten, ob man sie abwerten sollte oder es nicht schlicht reicht, auf den Umstand hinzuweisen und sie nicht hoch zu werten. Selbst eine unvollständige Antwort oder eine Antwort, die nur aus einem Link besteht, sollte eher nicht mit einem Downvote versehen werden, aber normalerweise auch keine Upvotes erhalten. Da man oft darüber streiten kann, ob eine Antwort nur das Niveau eines Kommentars hat, rechtfertigt auch das kaum einen Downvote. Eine lediglich nicht perfekte Antwort abzuwerten, rechtfertigt daher nicht zu einem Downvote. Ggf. kann man einen Kommentar hinterlassen, der auf Verbesserungsmöglichkeiten hinweist. Man kann auch selbst eine verbesserte Antwort ggf. auch als Community-Wiki-Antwort hinterlassen.

Ein Sonderfall stellen Antworten dar, die gar keine Antworten sind, sondern neue Fragen oder Ergänzungen zur Frage. Wird ein Anfänger nach einem Minimalbeispiel oder anderer ergänzender Information gefragt, ist es leider ein häufiger Fehler, dass der Anfänger dies als Antwort statt in der Frage ergänzt. Ebenso hängen sich Neulinge gerne einmal an eine Frage an, indem sie eine Folgefrage als Antwort statt als Frage hinterlassen. Auch dann sollte nicht sofort ein Downvote erfolgen. Stattdessen macht man den Fragesteller darauf aufmerksam, wie es richtig geht. Erst, wenn er das wiederholt ignoriert, kann ein einzelner Downvote gerechtfertigt sein.

Es gibt auch die ungeschriebene Regel, dass eine Frage oder eine Antwort, die bereits -1 Punkte hat, nicht weiter abgewertet werden sollte. Es gibt hier auf TeXwelt sehr wenige Ausnahmen. Bei ¾ dieser Fragen dürfte die Ursache in einer gewissen Enttäuschung aus permanenter Missachtung von Hinweisen an den Verfasser liegen. In der Regel versucht Stefan aber, durch eigene Upvotes dergleichen zu verhindern.

Auf TeXwelt kommt erschwerend hinzu, dass die Zahl derer, die Stimmen abgeben, leider eher klein ist. Dadurch bekommen leider Downvotes ein recht hohes psychologisches Gewicht.

Wer versucht ist, Downvotes wegen persönlicher Antipathie zu vergeben, dem kann nur ein Rat gegeben werden: Lass es! Votes (übrigens auch Upvotes) sollten nie auf den Verfasser, sondern immer auf den Inhalt eines Beitrags bezogen sein!

Downvotes sollten also sowohl bei Fragen als auch Antworten die Ausnahme sein. Besser häufiger auch für gute Fragen und Antworten zu Themen, die einen nicht direkt betreffen, stimmen.

Aber: TeXwelt kann keinem vorschreiben, ob er und in welcher Form jemand eine Stimme hinterlässt. Downvotes daher bitte nie als persönlichen Angriff werten, sondern überlegen, ob man die Frage/Antwort verbessern kann und ggf. auf das automatische Regulativ durch andere Anwender hoffen.

Eine persönliche Anmerkung: Ich mag das ganze System der Stimmenvergabe inzwischen nicht mehr. Anfangs fand ich es toll und innovativ. Inzwischen sehe ich eher die Schattenseiten. Ich kann daher nur empfehlen, weder der Anzahl von Stimmen, die eine Frage oder Antwort hat, noch der Anzahl an Stimmen, die ein Benutzer hat, zu viel Bedeutung zuzuordnen. Daraus abgeleitet sollte man auch erhaltene Up- oder Downvotes nicht überbewerten und sich schon gar nicht aktiv »auf Stimmenfang machen«.

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beantwortet 07 Jun '19, 09:12

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Ijon Tichy
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wikifiziert 07 Jun '19, 12:16

Ich bin anderer Meinung als Stefan. Antworten sollten immer ein komplettes lauffähiges Beispiel enthalten, weil...

  1. Die meisten Besucher dieser Seite haben kein Konto hier und kommen nur hierher, weil ihre Suchmaschine sie hierher umgeleitet hat. Diese Besucher wollen einfach nur ein Stück Quelltext, welches sie kopieren und einfügen können. Dieser Punkt wurde von Stefan bereits erwähnt, allerdings gibt er dem eine andere Priorität.

  2. Vollständige Beispiele vermeiden Rückfragen in dem Kommentaren. Oft lese ich Kommentare à la »deine Antwort funktioniert bei mir nicht«. Ist ein vollständiges Beispiel gegeben, so kann man dies mit »tut bei mir« abschmettern und gegebenenfalls auf Overleaf (oder ähnliches) verweisen, um zu beweisen, dass das angegebene Beispiel funktioniert. Wenn es sich jedoch nur um Schnipsel handelt, ist dies nicht so einfach möglich, weil es dann ja stark davon abhängt, in welchem Kontext diese eingefügt werden.

  3. Einer der Kommentartextbausteine enthält den Text

    Hier sind Antworten stets "echte" Antworten, keine Gespräche oder Rückfragen oder Zusatzinfos, sondern Lösungen.

    Hilfe zur Selbsthilfe im Stil eines Forums provoziert quasi Rückfragen. Bei einem vollständigen Beispiel sind Rückfragen natürlich auch nicht ausgeschlossen, aber haben zumindest einen klar definierten Rahmen.

Ach ja, wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel.

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beantwortet 07 Jun '19, 00:33

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Henri
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bearbeitet 07 Jun '19, 00:37

Ich stimme völlig zu. Diejenigen, die sich aus Bruchstücken etwas zusammenzimmern können, können höchstwahrscheinlich die relevante Information aus einem kompletten Code extrahieren. Die Umkehrung gilt jedoch i.A. nicht.

(07 Jun '19, 02:26) Community
1

@Murmeltier: Im konkreten Fall war das Problem genau, dass der Fragesteller die relevante Information offensichtlich nicht aus dem kompletten Code extrahieren konnte. Anderenfalls hätte er die neuerliche Frage gar nicht zu stellen brauchen. Wie oben schon erwähnt, fände ich es gut, wenn diese relevante Information in der Antwort noch explizit genannt würde. Aber ob man wegen des fehlenden Minimalbeispiels gleich einen Aufstand machen muss und ob deshalb ein Downvote gerechtfertigt ist, kann ich für mich mit einem klaren Nein beantworten.

(07 Jun '19, 08:07) Ijon Tichy
1

@Henri: IMHO ist die Frage aber auch, ob man im Fall, dass der Fragesteller in der vorhandenen Antwort nur etwas übersehen hat, dann besser einen Kommentar hinterlässt, wie cis das sehr vehement fordert. Ein Kommentar provoziert aber min. so sehr Rückfragen. Tatsächlich hätte ich früher vermutlich einen sehr kurzen Kommentar hinterlassen und die Frage dann als Duplikat geschlossen. Aber das mache ich nicht mehr.

(07 Jun '19, 08:11) Ijon Tichy

@Ijon Tichy Ich habe von dem Ganzen nichts mitbekommen, also weiss ich nicht, wer wen gedownvoted hat. Wie Henri schon sagt, gibt es zu jeder Regel Ausnahmen. M.E. ist der Zweck einer öffentlichen Seite wie dieser aber nicht, dass man eine Antwort nur für den Fragesteller schreibt (aber klar, die Antwort soll dem Fragesteller schon helfen). Meiner Meinung nach ist wichtig, dass die Antwort Allen dient, und deswegen unterstütze ich Henri's Meinung.

(07 Jun '19, 08:48) Community
1

Im allgemeinen ist zwar die Angabe eines vollständigen Beispiels besser, aber wenn im (längeren) MWE einer Frage lediglich eine einzige Zeile Code ergänzt werden muss, dann reicht es aus meiner Sicht diese eine Zeile anzugeben.

(07 Jun '19, 09:26) esdd
2

@Henri: wie immer kommt es auf den Einzelfall an. Wenn ich Antworten suche (und ich suche viel ...), dann kann der beste Treffer eine Ein-Satz-Antwort sein, die den Heurekaeffekt auslöst, oder eine längere Erläuterung ohne jeden Code, oder ein Stück lauffähiger Code. Und bei meinen Antworten haben ich schon Klagen oder Zustimmung bei allen Varianten bekommen.

(07 Jun '19, 10:30) Ulrike Fischer

@Ijon Tichy Wie gesagt, ich kenne die Historie der Frage nicht und mag sie auch gar nicht kennen. Meine Meinung ist nur, dass eine Antwort auf die aktuelle Frage im Stile von "Komplettes Minimalbeispiel? Das braucht's nicht!" mehr negative als positive Konsequenzen hat. Ich stimme auch weitestgehend inhaltlich mit Deiner Antwort überein, sehe allerdings nicht, wie sie die derzeitige Version der Frage beantwortet. @Ulrike Fischer Du würdest den Heureka Effekt doch sicher auch bei einer Antwort mit Minimalbeispiel haben, oder?

(07 Jun '19, 17:14) Community
1

@Murmeltier Oben beantwortete ich "zwingend?" mit "nicht zwingend, doch wäre sehr schön". Nicht mit "brauchts nicht". Ich schätze die Hilfe der Antwortenden sehr, und möchte nicht zu mehr drängen. Lieber eine kurze konkrete Lösung als keine oder als eine, mit dem der Helfer sich vielleicht nicht wohlfühlt. Letzlich tun wir, was wir können.

(07 Jun '19, 23:16) stefan ♦♦

@stefan Das ist letztlich eine Formulierungsfrage. Meine Meinung ist, dass es nicht unbedindingt die richtigen Signale sendet, wenn es von offizieller Seite heisst, dass die Beispiele nicht (zwingend) notwending sind. Auch wenn ich mit Dir inhaltlich übereinstimme, dass man niemanden zwingen kann, eines anzugeben. Als konkretes Beispiel kannst Du das hier nehmen. Für meine Begriffe hilft diese Antwort hauptsächlich denen, die die Frage selber beantworten können, und schliesst User mit weniger Vorwissen aus.

(07 Jun '19, 23:23) Community
2

Auf obenstehendes: Ich befürchte halt, dass ein offizielles Signal "Minimalbeispiel in Antworten notwendig" auch Helfern vorgehalten wird, wie gerade passiert was die meta-Frage hervorrief. Man kann leicht jahrelange Helfer verlieren, während ein Grossteil Fragesteller nur einmalig kommen oder passive Leser eigentlich kaum beitragen. Mir liegt die Helfer- und Erschaffer-Community am Herzen, mehr als der Komfort von Ausschliesslich-Nutzern - man kann ja bei Bedarf auch nachfragen. Dann passiert vielleicht ein Gespräch, auch gut.

(07 Jun '19, 23:41) stefan ♦♦

@stefan Wenn Du die offizielle Meinung hast, dass man Minimalbeispiele addieren soll, denke ich nicht, dass das vernünftige Helfer vergrault. Du wirst sie ja nicht damit belästigen. Wenn wir allerdings keine Minimalbeispiele angeben, dann ist es deutlich schwerer, Antworten zu verifizieren. Ich persönlich bin sehr zurückhaltend was das Upvoten von unverifizierten Antworten betrifft. Man kann deswegen sagen, dass es in dem eigenen Interesse der Helfer ist, etwas zu produzieren, das nachweislich funktioniert. Mir scheint, dass die ganze Diskussion hier unnötig emotional ist.

(08 Jun '19, 00:43) Community
1

@Murmeltier Ich finde es sehr schade, dass Du so gut wie alle Deiner Antworten gelöscht hast. Für mich ist das ziemlich das Gegenteil von dem, was Du hier ursprünglich geschrieben und vertreten hast, denn Deine Antworten sind jetzt vor allem auch für die Lernenden/Suchenden weg. Ich fühle mich auch manchmal unverstanden, aber deshalb das Gegenteil von dem tun, was ich selbst für sinnvoll halte? Ich glaube nicht, dass jetzt der Anteil an Antworten ohne vollständigen Code steigen wird. Die meisten (alle?) halten MWEs auch in Antworten für wichtig. Aber es wird mehr unbeantwortete Fragen geben.

(11 Jun '19, 11:20) esdd

@alle Danke für die konstruktive Diskussion und die Erläuterung der verschiedenen Meinungen! Das hilft uns allen, die jeweiligen Sichtweisen zu verstehen. Eure Meinungen sind sehr gut und decken sich auch sehr mit meiner Sicht, wobei ich nur nichts vorschreiben oder fordern möchte, nur fördern.

(12 Jun '19, 21:17) stefan ♦♦
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Ich werde die Antwort in Kürze löschen. Wenn man die Frage stellt

Muss ich an einer roten Ampel unbedingt anhalten?

dann könnte man auch auf die Idee kommen, dass die Antwort unbedingt Nein sein muss, weil es ja sein kann, dass der, den man fragt, einen Krankenwagen fährt und es um Sekunden geht. Wenn die obige Frage so zu verstehen ist, dann gut. Wenn nicht, d.h. wenn es eine echte, nicht-rethorische Frage ist, bleibe ich bei meiner Antwort.

Erstmal vorweg: ich habe keine Ahnung, welche Ereignisse zu dieser Frage und der mitunter emotionalen Diskussion geführt haben, und will es auch gar nicht wissen. Dies ist die Antwort auf die Frage

Muss eine Antwort zwingend vollständigen Code enthalten?

Ich interpretiere die Frage als eine echte Frage, und nicht als eine rethorische Frage. Klar, wenn man pedantisch ist, kann man sagen, dass dadurch, dass da zwingend vorkommt, die Antwort nein sein muss weil man Fälle finden kann, in denen keine Minimalbeispiel gebraucht wird. Wenn es der Zweck der Frage ist, Bestätigung für eine unsinnige Frage zu bekommen, dann soll es so sein. Im Folgenden werde ich annehmen, dass es eine echte offene nicht-rethorische Frage ist, die darauf abzielt, zu klären, ob es OK ist, nur Code-Bruchstücke zu liefern, oder ob man eben immer ein Minimalbeispiel liefern muss. Meine Antwort darauf ist in Übereinstimmung mit Henri's Antwort

Ja, man muss ein Minimalbeispiel liefern wenn immer die Antwort einen Code enthält.

Ich halte es explizit für gefährlich (implizit oder explizit) zu suggerieren, dass man keins braucht. (Wie gesagt gilt das für Antworten, deren Kern irgendein LaTeX Code ist. Natürlich brauchen Antworten auf Meta-Fragen wie diese hier kein Minimalbeispiel, und ich hoffe, dass die ganze Diskussion sich nicht um solche Fragen dreht.)

Warum? Henri (und auch Stefan) haben schon einige wichtige Gründe genannt. Für mich sind folgende Argumente wichtig:

  1. Der Code kann von praktisch jedem verwendet werden, d.h. die Schwelle wir m.E. erheblich reduziert. Letztlich geht es hier darum, Einsteigern den Einstieg so leicht wie möglich zu machen.
  2. Die Antwort ist sofort und von praktisch jedem verifizierbar. Daher liegt es im eigenen Interesse derjenigen, die die Antwort schreiben, zu demonstrieren, dass die Antwort funktioniert.
  3. Es ist m.E. kein erheblicher Mehraufwand, zumindest wenn man die Antwort selbst getestet hat, denn dann hat man ja einen funktionierenden Code. Klar, das Abstreifen von Ballast ist etwas Aufwand, aber man liefert dann anderen sofort eine Referenz mit, die es einem erlaubt, herauszufinden, welche Pakete für etwas geladen werden müssen (und manchmal auch, in welcher Reihenfolge).
  4. Fragen ändern sich, verlinkte Codes ändern sich, es macht meiner Meinung nach sehr wenig bis überhaupt keinen Sinn eine Antwort in dem Stil zu schreiben: Nimm den Code von diesem Link und ersetze den Befehl xyz durch abc. Was, wenn sich der Code unter dem Link ändert?

Ein Grossteil der Diskussion in den Kommentaren scheint sich mit Ausnahmen von der Regel zu beschäftigen. Klar, wie bereits von Henri erwähnt, die gibt es. Aber m.E. betonen die Antworten, die sagen, das das Minimalbeispiel nicht (zwingend) notwendig ist, nicht genug wie essenziell es im Allgemeinen ist. Wenn man mal eben schnell einen Tipp braucht, kann man gerne auf dem Chat nachfragen. Wenn man eine Antwort schreibt, die auf dem Netz für Jahre oder gar Jahrzehnte sichtbar bleibt, ist es m.E. unerlässlich die Antwort "self-contained" zu gestalten und unnötige Barrieren zu vermeiden.

Es gibt noch eine etwas andere Perspektive. Henri, der hier einige kritische Kommentare erhalten hat, hat sich des pgfmanuals in einer vorbildlichen Weise angenommen. Das ist ein Beispiel von vielen (auch Usern auf dieser Seite wie etwa Ulrike Fischer), die Zeit und Energie darin stecken, "LaTeX am Laufen zu halten" Ich möchte alle bitten, mal kurz darüber nachzudenken, wie sich der kleine extra Aufwand eines Minimalbeispiels mit dem Service der Paket-Autoren und Maintainer an der Community vergleicht. Wenn wir hoffen oder gar erwarten, dass Paket-Autoren klare Dokumentationen schreiben und pflegen, ist es dann zuviel verlangt, dass wir ein Minimalbeispiel an unsere Antworten anzufügen? Ich denke nicht.

Die Frage, ob man eine Antwort ohne Minimalbeispiel downvoten muss, hat die klare Antwort: Nein. Niemad kann Dir vorschreiben, wie Du abstimmst. Antworten ohne Minimalbeispiel können grossartig sein. Wie gesagt, ich habe keinerlei Information zu den Hintergründen dieser Frage, aber generell kann niemand jemandem anderen vorschreiben, ob man up- oder downvoten soll. Das ist einzig und allein einem selber überlassen. (Aber ich persönlich downvote überhaupt nicht viel, und upvote nur Antworten die verfizierbar funktionieren, was uns wieder zu Punkt 2 oben bringt: Wenn Dir Votes wichtig sind, nimm Dir die Extra 2 Minuten, um ein Minimalbeispiel zu erstellen.)

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beantwortet 08 Jun '19, 03:03

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bearbeitet 09 Jun '19, 21:15

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Bei der Einschätzung, dass lauffähige Beispiel in aller Regel wünschenswert und sinnvoll sind, sind wir uns hier ziemlich sicher alle einig.

Aber die für den Fragesteller wichtigen Worte in der Frage sind "muss" und "zwingend". Und die schließen schon einzeln Ausnahmen aus und in der Kombination erst recht.

(08 Jun '19, 16:41) esdd

@esdd Sorry, ich sehe das anders. "In der Regel wünschenswert" bringt m.E. nicht das zum Ausdruck, was m.E. angebracht ist. (Übrigens hat diese Diskussion meine Motivation abgewürgt, das zu machen, was ich eigentlich vorhatte: ab nächster Woche wollte ich jedes der Beispiele im pgfmanual zu einem kompletten Minimalbeispiel ausbauen. Das wurde von vielen gewünscht, ist aber, so wie ich Dich und andere verstehe, nicht notwendig.)

(08 Jun '19, 18:55) Community

Ich fürchte wir reden aneinander vorbei, leider. Weil ich vollständige Beispiele wichtig, sinnvoll etc. finde, gebe ich (so gut wie) immer eins an und werde das auch weiter tun. Aber die Frage hier war nun mal eine andere. Vielleicht sollte es einfach eine zweite meta-Frage geben, in der Art: »Welche Bedeutung hat/Wie wichtig ist ein vollständiges Beispiel in einer Antwort?« Deinen Argumenten 1) bis 4) stimme ich vollkommen zu.

(08 Jun '19, 19:13) esdd

@esdd Kann sein, dass wir aneinander vorbeireden. Der Unterschied ist, dass m.E. die einzige Antwort auf die Frage ein "Ja, ausser" sein kann, und nicht ein "Nein", das leider die völlig falschen Signale sendet. Ich habe mir mittlerweile auch die Antwort des OP angesehen. Ich sehe nicht, wie man dort kein Minimalbeispiel anfügen kann. (Wie gesagt, ich habe von den mittlerweile gelöschten Kommentaren nichts mitbekommen, kann mir aber in Anbetracht der Beteiligten denken, warum viele hier dem OP zustimmen. ABER: Das ruiniert meiner Ansicht nach diese Seite.) Ich mach mal Pause von TeXWelt.

(08 Jun '19, 20:12) Community
1

@Murmeltier Wir brauchen Balance. Sonst sagen andere: "Wenn ich gezwungen bin, komplette Dokumente zu erstellen und zu posten, mache hier hier gar nix mehr". Ich habe meinen Beitrag oben überarbeitet. Was denkst Du darüber? So oder so, wenn Du eine Pause brauchst, klar gern. Es hilft immer mal. Ich könnte auch eine brauchen. Manchmal hab ich nur die Sorge, wenn ich nicht balancierend auch dazuschreibe, kann es mehr abdriften als es jetzt schon z.B. hier tat ;-) dabei bin ich grad in einer Werft mit 18h Tag und Druck, keine A/C (O^2...), Hitze, Lärm, Dreck, kann eher unkonzentriert schreiben.

(09 Jun '19, 10:49) stefan ♦♦
2

@Murmeltier Kein Mensch hat gesagt, dass ein Minimalbeispiel nicht nützlich und hilfreich sein kann oder man darauf gar verzichten soll. Allerdings sollte man das Minimalbeispiel auch nicht überbewerten. Ein Minimalbeispiel ohne Erklärung ist meist auch nicht besser als eine Erklärung ohne Minimalbeispiel. Und wenn gerade das Verständnis zu einem vorhandenen Beispiel das konkrete Problem war, dann halte ich sogar die Erklärung für wichtiger als das Minimalbeispiel. Das heißt explizit nicht, dass ein weiteres Minimalbeispiel dann schaden würde. Aber das Fehlen ruiniert auch nicht die Seite.

(09 Jun '19, 12:03) Ijon Tichy

Im übrigen demotiviert mich die Art und Weise wie hier mit einem (neuen) Helfer umgegangen wurde und welche Ansprüche hier von einigen an die Zulässigkeit von Antworten stellen schon wieder dermaßen, dass auch ich min. für den Rest des Monats meine Pause verlängern werde. Diese Pause war übrigens entstanden, weil ich gerade nicht in der Lage gewesen war, ausführliche Antworten mit Minimalbeispielen und Erklärung zu verfassen und stattdessen nur kurze Kommentare abgesetzt hatte und dafür heftig kritisiert worden war. Auch ich scheiterte also an den Ansprüchen anderer.

(09 Jun '19, 12:10) Ijon Tichy
2

Eine letzte Anmerkung noch, bevor ich meine Pause antrete: Ich bin auch sehr für Respekt gegenüber denjenigen, die viel ihrer Zeit in Pakete und Anleitungen investieren. Ein Hinweis auf die Anleitung kann daher IMHO nicht als Zeichen mangelnden Respekts gedeutet werden. Ich würde aber auch niemanden, der etwas in der Anleitung übersehen hat, mangelnden Respekt vor dem Autor vorwerfen. Wenn sich jemand wiederholt oder eher generell über ganz konkrete Verweise auf die Anleitung beschwert, könnte man das hingegen durchaus kritisch sehen.

(09 Jun '19, 13:14) Ijon Tichy

@Ijon Tichy Ich hatte keine Deiner Antworten kritisiert und bitte Dich, die Dinge auseinanderzuhalten. Meine Antwort bezieht sich weder explizit noch implizit auf irgendeine Deiner Antworten.

(09 Jun '19, 21:18) Community
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gestellte Frage: 06 Jun '19, 13:48

Frage wurde gesehen: 3,005 Mal

zuletzt geändert: 30 Jan, 14:22